Zahl der Arbeitslosen im Juli wie erwartet gestiegen

Arbeitsmarktexperten hatten schon damit gerechnet: Im Juli gab es in Thüringen mehr Arbeitslose. Wie sich die Lage weiterentwickelt, ist aus Sicht der Agentur für Arbeit unsicher. Für die Ungewissheit gibt es einen Grund.
Die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit. © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

Vor allem jüngere Arbeitslose sowie Flüchtlinge aus der Ukraine haben die Zahl der Arbeitslosen im Juli in Thüringen ansteigen lassen. Insgesamt seien 58.600 Frauen und Männer ohne Job registriert worden, 2600 mehr als im Vormonat, teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Halle mit. Die Arbeitslosenquote lag den Angaben zufolge bei 5,4 Prozent. Das waren 0,3 Punkte mehr als im Juni.

Im Juli habe sich in den Arbeitsmarktzahlen der Sommereffekt gezeigt, erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Markus Behrens. Mit Beginn der Ferienzeit steige die Zahl der Arbeitslosen unter den jüngeren Menschen, weil diese gerade die Schule oder eine Ausbildung beendet hätten und sich in einer Wechselphase befänden. Außerdem sei die Zahl vor allem der ukrainischen arbeitslosen Frauen gestiegen. Geflüchtete aus der Ukraine gehen seit Anfang Juni in die Statistik ein und erhalten von den Jobcentern Leistungen der Grundsicherung. Experten hatten diesen Anstieg bereits erwartet.

Die Arbeitslosigkeit im Juli 2022 lag den Angaben nach aber unter dem Niveau des Vorjahres und nur leicht über dem Wert von 2019. Im Juli 2021 zählten die Arbeitsagenturen im Land 60.200 Arbeitslose und im Juli 2019 insgesamt 58.100 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert: Im Juli 2021 lag sie ebenfalls bei 5,4 Prozent und im Juli 2019 bei 5,2 Prozent. Im Ländervergleich lag die Arbeitslosenquote in Thüringen laut Behrens gleichauf mit Niedersachsen und unter der von Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Bremen sowie unter allen anderen Ost-Ländern.

Wie Behrens weiter sagte, bleiben Unsicherheiten bei den Gaslieferungen eine Herausforderung für bestimmte Industriebranchen, etwa für die Stahlindustrie, die Chemie- oder die Glasindustrie. «Ein möglicher Stopp der Gaslieferungen würde zu Produktionsausfällen führen und auch auf den Arbeitsmarkt durchschlagen, vor allem auf die Kurzarbeit», warnte der Geschäftsführer der Regionaldirektion.

© dpa
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