Arbeitslosenzahl im November fast unverändert

Die Arbeitslosigkeit geht zum Ende des Jahres in Thüringen nicht weiter zurück. Experten halten aber trotz schwieriger Wirtschaftslage den Arbeitsmarkt für robust.
Die Zentrale der Bundesagentur für Arbeit. © Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

In Thüringen stagniert die Arbeitslosigkeit. Im November waren im Freistaat 59.300 Männer und Frauen ohne Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte. Das waren nur zehn mehr als im Monat zuvor. Die Quote liegt damit unverändert bei 5,4 Prozent. Allerdings bewegt sich die Arbeitslosigkeit über dem Niveau des Vorjahres. So sind jetzt 6200 Arbeitslose mehr gemeldet als im November vergangenen Jahres.

«Bis zum Jahresende erwarten wir keinen Einbruch am Arbeitsmarkt, wenngleich die Arbeitslosigkeit saisonbedingt steigen wird», sagte der Chef der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt und Thüringen, Markus Behrens.

Jahreszeitlich bedingt habe sich die Arbeitslosigkeit vor allem bei den Männern erhöht, sagte Behrens. Hintergrund sind Tätigkeiten im Freien, die in der kälteren Monaten eher ruhen. Hingegen war die Zahl der ukrainischen Erwerbslosen rückläufig: Im November waren 5700 Arbeitslose aus der Ukraine in Thüringen gemeldet und damit knapp 200 weniger als im Oktober.

Laut Behrens halten die Arbeitgeber weiterhin an ihren Fachkräften fest, sind aber mit neuen Stellenmeldungen vorsichtig. So sei es schwieriger geworden, die Arbeitslosigkeit zu beenden und eine Beschäftigung aufzunehmen. Bei den Arbeitsagenturen sind den Angaben zufolge 19.300 Stellenangebote aufgelistet. Im November meldeten die Arbeitgeber 3100 neue Stellen und damit rund 100 weniger als im Vormonat und 200 weniger als vor einem Jahr.

Die meisten Arbeitslosmeldungen von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten kamen im November den Angaben nach aus dem verarbeitenden Gewerbe (700), aus der Arbeitnehmerüberlassung (600) und aus dem Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (500). Arbeitgeber meldeten im November für etwa 2600 Beschäftigte Kurzarbeit an. Im Oktober betraf das noch 3000 Mitarbeiter. Inwieweit die Kurzarbeit tatsächlich realisiert wurde, wird erst später statistisch erfasst.

Unverändert zum Oktober blieb die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Thüringen. Im November waren demnach 19.800 Männer und Frauen länger als ein Jahr ohne Arbeit. Das waren 2800 weniger als im Vorjahresmonat. Damit gilt etwa ein Drittel aller Erwerbslosen als langzeitarbeitslos. Regional betrachtet war die Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis mit einer Quote von 8,0 Prozent am höchsten und im Eichsfeld mit 3,7 Prozent am niedrigsten.

© dpa
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