Etwa jeder dritte Erwerbstätige arbeitet auch am Samstag

Eigentlich sollten die Wochenenden frei von Erwerbsarbeit sein - und den Menschen dazu dienen, sich zu erholen. Aktuelle Zahlen zeigen allerdings: Für sehr viele Thüringer ist die Arbeit am Wochenende Alltag. Anders sieht es beim Arbeiten an gesetzlichen Feiertagen aus.
In einem Bürohochhaus sind am Abend zahlreiche Büros beleuchtet, in denen noch gearbeitet wird. © Martin Gerten/dpa/Symbolbild

Hunderttausende Menschen in Thüringen arbeiten regelmäßig auch an Wochenenden. Von den etwa 1,01 Millionen Erwerbstätigen im Freistaat hätten im vergangenen Jahr fast 300.000 Männer und Frauen regelmäßig an Samstagen gearbeitet, heißt in der Antwort des Thüringer Sozialministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linken-Landtagsabgeordneten Lena Saniye Güngör. Damit musste 2021 etwa jeder dritte erwerbstätige Thüringen auch am Wochenende auf der Arbeit erscheinen.

Fast 150.000 Menschen arbeiteten sogar regelmäßig an Sonntagen. Das entspricht ungefähr jedem sechsten Thüringer Erwerbstätigen. Das Ministerium bezieht sich in seiner Antwort auf Daten, die das Landesamt für Statistik auf der Grundlage der Ergebnisse des Mikrozensus zur Verfügung gestellt hat.

Nach den Angaben des Sozialministeriums wird vor allem im Handel, bei der Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie im Gesundheits- und Sozialwesen regelmäßig am Wochenende, aber auch am Abend noch gearbeitet. Außerdem seien sogenannte atypische Arbeitszeiten - zu denen auch die Arbeit in der Nacht gehört - unter anderem auch in der Lagerwirtschaft und im Verkehrsbereich «besonders verbreitet».

Nur selten dagegen wird den Angaben nach zum Beispiel in der öffentlichen Verwaltung oder im Baugewerbe außerhalb der in der Regel tagsüber liegenden Arbeitszeiten von Montag bis Freitag gearbeitet.

Anders als bei der Arbeit an gewöhnlichen Wochenenden ist die Lage dagegen offenbar mit der Feiertagsarbeit. Nur etwa vier Prozent der erwerbstätigen Thüringer habe 2021 an gesetzlichen Feiertagen gearbeitet, heißt es in der Antwort des Sozialministeriums an die Abgeordnete. Das entspricht in absoluten Zahlen etwa 45.000 Menschen.

© dpa
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