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31.000 Kinder mit Migrationshintergrund lernen in Thüringen

251.000 Schülerinnen und Schüler gibt es in Thüringen, knapp 31.000 von ihnen haben einen Migrationshintergrund oder sind vor dem Krieg aus der Ukraine geflüchtet. Nur bei wenigen gibt es Probleme, sie rechtzeitig in Schulen aufzunehmen.
Ukrainische Schülerin
Ein Mädchen aus der Ukraine sitzt mit ihrem Unterrichtsmaterial in einer Klasse. © Peter Kneffel/dpa

Die Zahl der Menschen, die in Thüringen Zuflucht suchen, steigt - und mit ihnen die Zahl der Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund an den Schulen. Derzeit nehmen nach Angaben des Bildungsministeriums knapp 31.000 Schüler aus dem Ausland am Schulunterricht teil. Darunter seien knapp 6000 Kinder und Jugendliche, die zumeist mit ihren Müttern vor dem Krieg aus der Ukraine geflüchtete sind. Nur bei wenigen Neuankömmlingen in Thüringen gebe es Probleme, sie innerhalb der vorgesehenen Frist an Schulen zu vermitteln, erklärte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage.

Die Schulpflicht beginnt laut Ministeriums in der Regel drei Monate nach Beginn des Aufenthalts in Thüringen. Alle schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen würden erfasst und vermittelt. Derzeit würde allerdings auch wegen der Probleme mit der Unterbringung von Geflüchteten die Dreimonatspflicht punktuell verletzt. «Wir gehen thüringenweit aktuell von einer niedrigen dreistelligen Zahl an Fällen aus, in denen aktuell schwierige Vermittlungsanstrengungen laufen», erklärte der Sprecher. Monatlich würden vom Bildungsministerium die Zahlen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund zusammengetragen.

Thüringen verfolge beim Unterricht von Flüchtlingskindern einen «teilintegrativen Ansatz». Das bedeute, dass die Kinder in regulären Klassen aufgenommen würden. Sie erhielten aber eine gesonderte Sprachförderung entsprechend ihrem individuellen Bedarf. Das sei in der Regel Unterricht für Deutsch als Zweitsprache. Sie absolvierten aber Teile des Unterrichts in ihren Stammklassen, um eine bessere Integration zu ermöglichen.

Seit Frühjahr 2023 gebe es zudem die Möglichkeit, in personell besonders angespannten Situationen spezielle temporäre Sprachkurse zu bilden, «ohne dass die Schülerinnen und Schüler zunächst in Bildungsgänge oder Klassenstufen zugeordnet werden». Die Entscheidung liege bei den staatlichen Schulämtern.

Um den Unterricht für die neu angekommenen Schüler aus der Ukraine sicherzustellen, waren zu Schuljahresbeginn die Klassenstärken teilweise auf bis zu 30 Schüler aufgestockt worden. Einer Prognose zufolge wird bis Jahresende mit bis zu 10.000 ukrainischen Schülern im Freistaat gerechnet. Das könnte den ohnehin bestehenden Lehrermangel noch verschärfen.

Im laufenden Schuljahr lernen nach Angaben des Bildungsministeriums mehr als 251.000 Schülerinnen und Schüler an 967 allgemein- und berufsbildenden Schulen. Im Vergleich zum vorangegangenen Schuljahr habe sich damit die Zahl der Schüler leicht um 1,1 Prozent erhöht.

© dpa
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