Durchwachsener Auftakt: Halle atmet auf, Zwickau verzweifelt

Ein Punkt, keine Tore: Der Punktspielauftakt ins Jahr 2023 war für die Ost-Drittligisten durchwachsen. Allerdings kann Halle besser damit umgehen als Zwickau, wo nichts klappte.
Cheftrainer André Meyer vom Halleschen FC konnte mit dem 0:0 in Essen zufrieden sein. © Hendrik Schmidt/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa/Archivbild

Guter Auftritt des HFC mit Punkt belohnt: Der Hallesche FC ist gut ins neue Jahr eingestiegen. So fasste es Trainer André Meyer nach dem 0:0 bei Rot-Weiß Essen zusammen. Die Hallenser boten eine sehr solide Partie und hätten mit etwas Glück auch drei Punkte von der Hafenstraße mitnehmen können. Und das nach den eher dürftigen Auftritten in der Vorbereitung. «Die Art und Weise, wie die Jungs hier aufgetreten sind, von der Intensität, als Mannschaft und auch mit einer spielerischen Note - es war ein positiver Start», sagte der Trainer im MDR.

Der HFC ließ sich auch von den äußeren Faktoren - in Essen gibt es stets eine lautstarke Kulisse, die Platzverhältnisse waren durch den Dauerregen nicht die besten - nicht beeindrucken. «Ich hatte nie das Gefühl, dass uns das Spiel abhandenkommt. Wir hatten immer die Kontrolle», lobte der Coach, forderte nun aber auch eine konsequente Fortsetzung der Arbeit. «Wir sind noch nicht am Ende des Weges. Wir müssen ergebnisorientierter spielen. Wir haben hinten zu Null gespielt, das war Aufgabe Nummer eins. Jetzt geht es darum, vorne Tore zu schießen». Mit dem Einsatz des lange verletzten Jonas Nietfeld und von Neuzugang Alexander Winkler hatte Meyer zwei routinierte Stützen auf dem Feld. «Jonas war der Taktgeber», befand der Trainer und lobte auch den neuen Abwehrchef «Einen besseren Einstieg kannst du als Verteidiger nicht haben.» Winkler selbst war kritischer: «Wenn ich den Treffer am Ende mache, dann haben wir allen Grund zur Freude», sagte  der 30-Jährige bei «MagentaSport».

Alarmstufe Rot beim FSV Zwickau: Die Bilder nach dem Abpfiff des Zwickauer Auftaktspieles gegen den VfB Oldenburg waren bezeichnend. Die Spieler des FSV sanken nach dem 0:1 zu Boden, Unglücksrabe Johann Gomez musste mit Tränen in den Augen von den Mitspielern getröstet werden. Sein verschossener Elfmeter in der 89. Minute hatte die Niederlage der Westsachsen besiegelt, die nun noch tiefer im Abstiegskampf stecken. Im Spiel gegen den Aufsteiger stimmten die Basics nicht: Beim Gegentor bereits nach drei Minuten schaffen es gleich vier Zwickauer nicht, den Torschützen vom Ball zu trennen. Und im Spielverlauf bekam man einfach den Ball nicht über die Linie. «Wir hätten noch Stunden spielen können, ohne ein Tor zu schießen», sagte Trainer Joe Enochs bei «MagentaSport».

Der Trainer wollte nicht zu hart mit dem Team ins Gericht gehen. «Ich spreche keinem ab, dass er nicht wollte, dass er nicht alles versucht hat. Wir hatten 13:0 Ecken, das spiegelt das Spiel wider», sagte Enochs im MDR. Besonders für Gomez tat es ihm leid. Er sei ein junger Spieler, der Verantwortung übernehmen wollte. «Aber es geht um den Verein, wir brauchen Punkte. Und das war eine überragende Gelegenheit, zumindest einen Punkt zu holen», betonte Enochs. Sein Team sei im Vergleich zum alten Jahr gefestigter, Tore schieße es aber nach wie vor nicht.  Auch nicht in Testspielen. Am Samstag gab es beim Regionalligisten FC Carl Zeiss Jena ein 0:0.

FC Erzgebirge Aue mit Personalsorgen nach Ingolstadt: Auf diese Hiobsbotschaften hätte man beim FC Erzgebirge Aue vor dem Jahresauftakt am Montag (19.00 Uhr/MagentaSport) gern verzichtet. Mit Steffen Nkansah und Neuzugang Kilian Jakob fallen gleich zwei Abwehrspieler verletzt aus. Im Fall des vom Karlsruher SC geholten Jakob mit einem möglichen Sehnenriss wohl länger. «Das ist schade, weil wir ihn extra geholt haben, um den Konkurrenzkampf im Team anzuheizen. Jetzt fällt er lange aus», sagte Sportdirektor Matthias Heidrich, der nun wieder auf Spielersuche gehen muss. Pavel Dotchev braucht noch einen Abwehrmann.

In Ingolstadt sind die Veilchen nach den Worten ihres Trainers klarer Außenseiter auf dem Papier. «Aber wir brauchen Punkte, wollen schon hier beginnen. Wenn wir alles getan haben und es reicht nicht, mache ich aber keinen Vorwurf», sagte Dotchev, der die Vorbereitung lobte und nun in Ingolstadt seinen dritten Einstand als Cheftrainer auf der Auer Bank geben wird. Sehr zum Leidwesen des Konkurrenten. «Ich kenne die Mannschaft und Pavel gut. Das ist nicht optimal mit dem Wechsel,  wir wissen, der Coach ist sehr erfahren, weiß, wie er die Mannschaft heiß macht. Ich bin mir auch sicher, dass Aue mit ihm die Klasse halten wird», sagte Ingolstadts Trainer Rüdiger Rehm.

© dpa
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