Sieben Badetote bis Juli im Land: Weiterer Toter im Waldbad

04.08.2022 Bei hohen Temperaturen lockt das kühle Nass. Immer wieder kommt es dabei an Seen und Flüssen zu Unfällen. Im ersten Halbjahr ist die Zahl der Badetoten in Sachsen-Anhalt leicht gesunken. Jetzt ist noch ein weiterer Fall dazugekommen.

Ein Rettungsboard der DLRG Wasserrettung steht einsatzbereit. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Bis Ende Juli sind in Sachsen-Anhalt insgesamt sieben Menschen beim Baden gestorben. Damit ist die Zahl der tödlichen Badeunfälle im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervorgeht. Im vergangenen Jahr hatte es bis Juli acht Badetote gegeben. Die meisten dieser Unfälle passierten in den Sommermonaten.

Erst am Mittwochabend ist ein weiterer Mann in Dessau-Roßlau im Waldbad gestorben. Der Badegast sei zuvor als vermisst gemeldet worden, hieß es seitens der Polizei. Den Angaben zufolge hatte er seine persönlichen Gegenstände in Ufernähe zurückgelassen. Einsatzkräfte der Feuerwehr, Wasserwacht und Polizei suchten daraufhin nach dem Mann. Er wurde später im Wasser in Strandnähe geborgen. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 52-Jährigen feststellen.

Mitte Juli ertrank etwa ein 33-jähriger Mann in der Saale in Halle. Im Hufeisensee in Halle war kurz zuvor eine 26-Jährige beim Sprung ins Wasser tödlich verunglückt. Besonders dramatisch war auch ein Fall am Ostersonntag: Ein dreijähriger Junge wurde tot im Uferbereich der Mulde in Dessau-Roßlau gefunden. Der Vater hatte seinen Sohn zuvor aus den Augen verloren.

Nach wie vor wird auch ein Stehpaddler im Bergwitzsee bei Kemberg (Landkreis Wittenberg) vermisst. Bislang sei der Mann noch nicht gefunden worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Zeugen hatten Mitte Juli beobachtet, dass der 47-Jährige von seinem Stand-up-Paddle-Board fiel und nicht wieder auftauchte. Ein Großaufgebot an Rettungskräften hatte nach ihm gesucht - ohne Erfolg.

Bundesweit ertranken laut DLRG bis Ende Juli dieses Jahres mindestens 199 Menschen in Gewässern. In der gleichen Zeit waren es im Vorjahr 184 Badetote. Die DLRG rät daher zur Vorsicht und Rücksichtnahme beim Baden.

Ortskräfte der Wasserrettung beklagen seit langem, dass die Anzahl der Rettungsschwimmer nicht ausreiche, um genug Personal an den Badeseen einzusetzen. Durch die Pandemie und die geschlossenen Schwimmbäder wurden weniger Rettungsschwimmer ausgebildet. Außerdem konnte weniger Kindern und Jugendlichen das sichere Schwimmen beigebracht werden.

Die DLRG ist nach eigener Aussage die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Sie bildet Rettungsschwimmer aus und bietet Schwimmkurse an.

© dpa

Weitere News

Top News

Handy ratgeber & tests

Featured: Samsung enthüllt Neuheiten im Livestream: Sei live dabei

1. bundesliga

Transfermarkt: «Kicker»: FC Augsburg an Mainzer Torwart Dahmen interessiert

Reise

Bis zu 14 Minuten: Mehr Zeit zum Umsteigen: Bahn will Fahrpläne anpassen

Internet news & surftipps

Wegen Streit mit Twitter: Musk verkauft so viele Tesla-Aktien wie noch nie

Auto news

Umfrage: Mobilitätsunterschiede zwischen Stadt und Land: Die einen fahren zu schnell, die anderen zu aggressiv

People news

Ex-Radprofi: Lance Armstrong hat geheiratet

Internet news & surftipps

US-Kryptobörse: Krypto-Crash brockt Coinbase Milliardenverlust ein

Musik news

Berlin: «Familie wieder zusammen»: Seeed mit Open-Air-Marathon

Empfehlungen der Redaktion

Regional sachsen anhalt

Statistik: Zahl der Badetoten im Südwesten ist leicht gesunken

Panorama

Unfälle: DLRG: Zahl der Ertrunkenen in Deutschland gestiegen

Regional niedersachsen & bremen

Statistik: Mehr Badetote in Niedersachsen

Regional mecklenburg vorpommern

Warnemünde: Badesaison beginnt: Wasserwacht eröffnet Rettungstürme

Reise

Badesaison beginnt: Wasserwacht eröffnet Rettungstürme in Warnemünde

Regional mecklenburg vorpommern

Hilfsorganisationen: 170 Rettungsschwimmer beim 24. Internationalen DLRG-Cup

Regional bayern

Notfall: DLRG: Deutlich mehr Menschen in Bayern ertrunken

Regional berlin & brandenburg

Trockenheit: DLRG: Niedrige Wasserstände sorgen für neue Gefahren