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Zu wenige Wohnheimplätze in den großen Städten

In Sachsen-Anhalts größten Städten deckt das Angebot an Wohnheimplätzen für Studenten längst nicht den Bedarf. Wie bewerten die Studentenwerke das Problem?
Studenten im Hörsaal
Studierende im Hörsaal einer Universität. © Swen Pförtner/dpa/Symbolbild

In Sachsen-Anhalts größten Städten Halle und Magdeburg reicht das Angebot an Wohnheimplätzen für Studentinnen und Studenten nicht aus. «Die Nachfrage nach Wohnheimplätzen übersteigt unser Angebot um ein Vielfaches, so dass viele Studierende auf der Warteliste stehen», sagte eine Sprecherin des Studentenwerkes in Magdeburg. Momentan stünden noch etwa 1000 Bewerbungen auf der Warteliste. Das Studentenwerk in Magdeburg kümmert sich nach eigenen Angaben um 17 Wohnheime mit rund 1650 Wohnheimplätzen. Der Großteil befindet sich in Magdeburg, nur 245 Plätze in Wernigerode.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Halle. «Die Nachfrage ist, wie zum Wintersemester gewohnt, sehr hoch», sagte eine Sprecherin des Studentenwerks in Halle. In Bernburg, Halle und Dessau seien bereits Absagen versandt worden. In Merseburg und Köthen dagegen konnten bislang alle Bewerberinnen und Bewerber mit einem Platz versorgt werden. Auf alle Standorte des Studentenwerkes kamen auf rund 1050 freie Wohnräume fast 3000 Bewerbungen. Das Studentenwerk in Halle betreut an fünf Standorten (Halle, Dessau, Merseburg, Bernburg, Köthen) rund 3000 Wohnheimplätze.

Insbesondere in den großen Städten ist die Situation angespannt. In Halle kamen auf rund 500 freie Plätze etwa 1900 Bewerbungen, wie die Sprecherin des Studentenwerks ausführte. Der Mehrbedarf sei mittelfristig nicht zu decken. Aktuell entstehe in der Stadt zwar ein Wohnheim-Neubau, der reiche aber mit 27 Wohnheimplätzen nicht aus. Zudem soll der Bau erst 2025 fertiggestellt werden.

«Wir würden gern mehr Wohnheimplätze anbieten, aber dafür bräuchten wir eine gesicherte Finanzierung für den Wohnheimneubau», sagte die Sprecherin des Studentenwerks in Magdeburg. Insgesamt bräuchte es mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende, die oft wenig Geld hätten. Ohne Subventionen seien sozialverträgliche Mieten kaum noch möglich und viele junge Menschen könnten sich dann ein Studium nicht mehr leisten, so die Sprecherin.

Die Ampel-Regierung im Bund hatte den Bundesländern im laufenden Jahr 500 Millionen Euro für den Bau von Studenten- und Azubi-Wohnheimen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus bereitgestellt. Bauministerin Klara Geywitz (SPD) hatte kürzlich angekündigt, dieses Programm um zwei Jahre zu verlängern, so dass insgesamt 1,5 Milliarden Euro bereitstünden. In Deutschland sind ungefähr 2,9 Millionen Menschen an Hochschulen zum Studium eingeschrieben.

© dpa
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