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Weihnachtsbäume wetterbedingt «gut im Saft» - Teils teurer

In acht Wochen ist Weihnachten. Ein echter Baum gehört für die meisten dazu. Das Wetter hat es gut mit dem Nadelgrün gemeint - trotzdem werden Exemplare aus heimischem Anbau teils teurer.
Weihnachtsbäume aus dem Harz
Hardi Busche misst die Länge einer Nordmanntanne, die auf einer seiner Plantagen wächst. © Matthias Bein/dpa/Archivbild

Für Weihnachtsbäume aus heimischem Anbau muss in diesem Jahr wohl etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden. Höhere Löhne und gestiegene Transportkosten lassen das Nadelgrün nach Einschätzung der Erzeuger im Vergleich zum Vorjahr etwas teurer werden. Davon geht der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger aus. Der Preisrahmen für Nordmanntannen liege wohl bei 21 bis 29 Euro pro laufenden Meter, 2022 kostete der Meter in der Spitze gut einen Euro weniger.

Das ist auch bei Weihnachtsbaumproduzent Hardi Busche so, der im Harz und in der Altmark Anbauflächen bewirtschaftet. «Wir hatten sehr wüchsiges Wetter, die Bäume stehen gut im Saft», sagte Busche der Deutschen Presse-Agentur. «Ich gehe von einer Preissteigerung von etwa fünf Prozent aus, der Meter Nordmanntanne wird etwa 22 Euro kosten.» Mitte November beginnt das Schlagen von mehreren tausend Weihnachtsbäumen, die Busche an rund 40 Verkaufsständen im Dreieck Stendal/Braunschweig/Halle anbieten will.

Heinz Joachim vom Christbaumland Pülzig (Landkreis Wittenberg) hält die Preise stabil. «Bei mir wird nichts teurer», kündigte der Rentner mit Nebenerwerb an. «15 Euro der Meter.» Auf zwei Hektar wachsen im Coswiger Ortsteil Pülzig Weihnachtsbäume. «Bei uns wird selbst geschlagen oder selbst gesägt.» Das sei jedes Jahr an den Adventswochenenden sowas wie ein Familienfest, hieß es.

Weihnachtsbäume aus der Börde gibt es seit 1995 in der Weihnachtsbaumschule von Bernd Jenrich in Dahlenwarsleben. Von der Einzelbepreisung hat sich der Produzent im Nebenerwerb eigenen Angaben zufolge aus Zeitgründen verabschiedet. «Jeder Baum 25 Euro», sagte Jenrich. Rein in die drei Hektar große Schonung, selber aussuchen und absägen - das sei das Prinzip. Angeboten werde das an den vier Adventswochenenden. Gerade mit der Qualität der flachwurzelnden Kiefern und Blaufichten ist Jenrich in diesem Jahr zufrieden. «Das Wetter hat es gut gemeint», sagte er.

Nach Angaben der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stammen rund 90 Prozent der Weihnachtsbäume aus Deutschland. Etwa fünf Prozent der verkauften Bäume würden im Rahmen der Waldbewirtschaftung direkt aus dem Wald entnommen, meist Fichten, Weißtannen und Kiefern. Für den Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt seien Weihnachtsbäume kein Geschäftsfeld, das beackert wird. «Wir kümmern uns höchstens mal um gezielte Nachfragen, beispielsweise für Bäume in einer gewissen Größe», sagte Wolfhardt Paul, Experte für Waldbau im Landesbetrieb. In Sachsen-Anhalt gibt es 137.000 Hektar Landeswald.

Da der Baumbedarf zum Fest nicht vollständig von hiesigen Anbietern gedeckt werden kann, werden jedes Jahr Millionen Bäume importiert. Im Jahr 2021 seien das rund 2,4 Millionen Weihnachtsbäume gewesen - 13 Prozent mehr als 2020, teilte das Statistische Bundesamt mit. Etwa 1,9 Millionen sind aus Dänemark gekommen, wie es hieß.

Auch die nach Sachsen-Anhalt importierten Weihnachtsbäume stammten meist aus Dänemark, aber auch Polen ist laut Statistischem Landesamt ein Baumlieferant. 2021 waren es demnach insgesamt 17.601 importierte Weihnachtsbäume, die jeweils zur Hälfte in Dänemark und Polen gewachsen sind. Zahlen für 2022 lägen nicht vor, hieß es. In der Landwirtschaftszählung von 2020 waren landesweit 53 Betriebe und eine Anbaufläche von 124 Hektar gelistet.

Sachsen-Anhalts Statistikern zufolge wird dank importiertem Schmuck und Dekomaterial aus einem Nadelbaum ein Weihnachtsbaum. In 2021 seien Weihnachtskugeln & Co. vor allem aus den Niederlanden und China ins Land gekommen - knapp 240 Tonnen insgesamt. Auch die meiste importierte Beleuchtung fürs Weihnachtsfest stamme aus diesen Ländern. Kerzen kämen zumeist aus Polen. Im Jahr 2021 sorgten knapp 1577 Tonnen für heimelige Atmosphäre, wie es hieß.

© dpa
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