Studie: Wenig Elektroautos und fehlende Ladepunkte

Viele Sachsen-Anhalter scheuen sich davor, ein Elektroauto zu kaufen. Als Hauptgrund werden fehlende öffentliche Ladepunkte genannt - dabei ist das Angebot besser als im Bundesschnitt.
Ein Elektroauto wird an einer Ladesäule geladen. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Elektroautos sind in Sachsen-Anhalt nach wie vor nicht stark verbreitet. Das geht aus einer am Donnerstag vorgelegten Studie der staatlichen KfW-Bank hervor. Demnach liegt der Anteil aller Pkw mit Elektroantrieb landesweit bei 1,2 Prozent und damit unter dem gesamtdeutschen Wert von 2,4 Prozent. Im Schnitt müssen sich aber nur 14,4 Elektrofahrzeuge einen öffentlichen Ladepunkt teilen, im Bundesschnitt sind es 23.

Dennoch gaben 87,2 Prozent der Haushalte in Sachsen-Anhalt mangelnde öffentliche Lademöglichkeiten als Hindernis für den Kauf eines Elektroautos an. Deutschlandweit waren es mit 56 Prozent deutlich weniger. Nach den Daten der Studie verfügten allerdings auch nur 17,4 Prozent der Haushalte mit Auto über einen Stellplatz mit Lademöglichkeit, bundesweit 31,7 Prozent. Etwa 65,3 Prozent der befragten Haushalte sieht im fehlenden eigenen Stellplatz ein Hindernis für den Umstieg aufs E-Auto.

Öffentliche Ladepunkte für Elektroautos sollten laut der Studie künftig vorrangig in Ballungsräumen entstehen. Bislang sei der Ausbau von Ladesäulen im Bundesgebiet «tendenziell gleichmäßig» erfolgt, was in dünn besiedelten Gebieten zu nicht kostendeckenden Angeboten führe. In Ballungsgebieten seien hingegen bei einem weiteren Anstieg der Elektrofahrzeuge höhere Nutzungsraten zu erwarten. Auf dem Land hätten mehr Autobesitzer die Möglichkeit, ihr E-Auto auf einem privaten Stellplatz zu laden.

Die Bank präsentierte Ergebnisse ihres Energiewendebarometers, zu dem repräsentativ 4000 Haushalte befragt worden seien. Die KfW verwies darauf, dass in den vergangenen zwei Jahren die Zahl der Elektroautos dreimal stärker gewachsen sei als die Lademöglichkeiten. Statt 8 Elektroautos müssten sich nun 23 Fahrzeuge einen öffentlichen Stromladepunkt teilen. Das liegt auch deutlich unter der ursprünglichen EU-Zielgröße von einem Ladepunkt pro zehn Elektro-Autos.

«Setzt sich dieser Trend fort, könnte dies für die Praxistauglichkeit der Elektromobilität zum Problem werden», erklärte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Nur wenn der wachsende Ladebedarf erfüllt werde, könnten stärkere Anreize zum Umstieg auf die Elektrotechnologie gegeben werden, um so die Klimaziele für den Verkehrssektor zu erreichen.

© dpa
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