12.500 Euro Falschgeld im ersten Halbjahr entdeckt

Falschgeld bleibt ein Problem in Sachsen-Anhalt. Im ersten Halbjahr 2022 wurden im Land 305 Euro-Falschgeldnoten in einem Gesamtwert von etwa 12.500 Euro im Zahlungsverkehr entdeckt, wie das Landeskriminalamt in Magdeburg auf Anfrage mitteilte. Bislang am häufigsten seien in diesem Jahr falsche Zwanziger entdeckt worden. Die Scheine machten 38 Prozent der sichergestellten Banknoten aus. 50-Euro-Scheine hatten einen Anteil von 36 Prozent, Zehner nur einen von 12 Prozent. Der Gesamtschaden im vergangenen Jahr lag demnach bei rund 20.500 Euro.
Die Bundesbank präsentiert gefälschte 20-Euro- und 50-Euro-Geldscheine. © Arne Dedert/dpa/Archivbild

Fast ein Drittel des entdeckten Falschgeldes sind weiterhin sogenannte veränderte Banknotenabbildungen (VBNA). Dieses «Movie Money» oder «Prop Copy» ist Souvenir-, Toten- oder Hochzeitsgeld aus dem asiatischen Raum. Laut den Herstellern ist es nicht für den Geld- oder Rechtsverkehr gedacht. Die Scheine gelten nach deutschem Recht aber als Falschgeld, weil sie mit echtem Geld verwechselt werden können, hieß es aus dem LKA.

Die VBNA-Varianten mit der Aufschrift «Movie Money» und «Prop Copy» werden von der Falschgeld-Analysestelle der Deutschen Bundesbank als zur Täuschung im Zahlungsverkehr geeignet eingestuft. Sie sind aber gut zu erkennen, denn ihnen fehlen die Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten. Diese Falschgeld-Variante machte laut LKA im ersten Halbjahr 2022 einen Anteil von rund 31 Prozent aus, im gesamten Vorjahr waren es 36 Prozent gewesen.

Aber nicht nur Scheine werden gefälscht, sondern auch Münzen: In diesem Jahr sind laut LKA bis jetzt rund 650 falsche Euro-Münzen entdeckt worden - das seien so viele wie im gesamten vergangenen Jahr. Das Schadensvolumen betrage etwa 1300 Euro nach rund 1250 Euro im Jahr 2021. Die Fälscher wählten für ihre Tätigkeit vor allem Zwei-Euro-Münzen - sie machten 97 Prozent aus, Ein-Euro-Münzen hatten nur einen Anteil von 3 Prozent.

Außerhalb des laufenden Zahlungsverkehrs konnte die Polizei in diesem Jahr bislang rund 1150 Euro-Banknoten sicherstellen, die als Falschgeld zu bewerten sind, hieß es weiter. Dabei liege der Anteil der veränderten Banknoten bei zwei Prozent.

© dpa
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