Wärmeliebende Tiere profitieren vom Klimawandel

Der Klimawandel stellt Menschen, Pflanzen und Tiere vor Herausforderungen. Doch es gibt auch einige Arten, die mit den neuen Lebensbedingungen besser zurecht kommen.
Ein Bienenfresser sitzt in einer Kiesgrube auf einem Ast. © Boris Roessler/dpa/Archivbild

Die steigenden Temperaturen des Klimawandels bergen für Menschen, Tiere und Pflanzenwelt vor allem Schwierigkeiten. Doch einigen wärmeliebende Arten kommt die Wetterentwicklung entgegen - auch in Sachsen-Anhalt. Einer der Profiteure sei der sogenannte Bienenfresser, sagte eine Sprecherin des Naturschutzbundes (Nabu) in Sachsen-Anhalt. Dieser Vogel liebe warmes Klima und war ursprünglich nur im Süden und Südosten Europas beheimatet. Nun habe er zahlreiche Brutreviere in Deutschland - in Sachsen-Anhalt ein großes im Saaletal bei Merseburg, sagte die Sprecherin.

Auch der Wiedehopf bevorzuge eine warme Umgebung mit trockenem Klima und werde bei steigenden Temperaturen auch häufiger in Sachsen-Anhalt zu beobachten sein, prognostizierte die Sprecherin. Bei der Gottesanbeterin - einem alienähnlichen Insekt - sei die zunehmende Ausbreitung schon durch Forscher in Sachsen-Anhalt nachgewiesen worden. Von den Pflanzen profitiere beispielsweise die Stechpalme, so die Nabu-Sprecherin. Sie ist auf höhere Temperaturen und vor allem milde Winter angewiesen.

Dennoch gebe es zahlreiche Verlierer der Klimakrise. Hitze und Trockenheit setzten vor allem Arten zu, die in Mooren und Feuchtwiesen beheimatet sind. Auch Arten, die sich nicht flexibel genug anpassen können oder von den Profiteuren des Klimawandels verdrängt werden, zählten zu den Verlierern. «Insgesamt wird durch den Klimawandel ein weltweiter Rückgang der Artenvielfalt prognostiziert», sagte die Sprecherin.

Forschende der Technischen Universität München (TUM) hatten kürzlich in einer Studie gezeigt, wie wärmeliebende Tiere durch den Klimawandel profitieren. In ihrer Studie konzentrierten sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf die Bestandsanalyse von gut 200 Insektenarten - konkret 120 Schmetterlinge, 50 Heuschrecken und 60 Libellen. Demnach zeigte sich durchweg, dass die wärmeliebenden Arten in ihrem Bestand zunahmen, während das Vorkommen von Arten, die an kühlere Temperaturen angepasst sind, zurückging.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Europa League: Kurz vor Spiel-Abbruch: Union feiert «getrübten Sieg»
People news
Justiz: Harry und Elton John reichen Klage gegen Zeitungsverlag ein
People news
Gesetz: Rowling-Kritik an Änderung zugunsten von Transmenschen
People news
Royals: Prinz William und Kate besuchen Nordirland
Das beste netz deutschlands
Featured: Gewässerschutz mit IoT: Smarte Boje überwacht Wasserqualität im Bodensee
Auto news
Stolperunfälle: E-Scooter können für Blinde zur Gefahr werden
Reise
Reiserecht: EuGH: Entschädigung auch bei verspäteten Anschlussflügen
Internet news & surftipps
Streaming: Fast jeder Vierte ab 14 nutzt täglich Streaming-Dienste
Empfehlungen der Redaktion
Regional bayern
Tiere: Studie: Wärmeliebende Insekten profitieren vom Klimawandel
Regional sachsen anhalt
Tiere: Amphibien: Was den Tieren bei Kälteeinbrüchen blüht
Regional sachsen anhalt
Natur: Amphibien unterwegs: Was den Tieren bei Kälteeinbruch blüht
Regional niedersachsen & bremen
Tiere: Heuschrecken lieben Wärme: Aber Lebensräume gehen verloren
Tiere
Frösche, Kröten und Co.: Was Amphibien bei Kälteeinbrüchen blüht
Regional sachsen
Tiere: Naturschützer in Sachsen: Wespen dieses Jahr präsenter
Regional bayern
Trockenheit: Schluss mit Mittelmeergefühl? Schwarzkiefern leiden
Regional baden württemberg
Natur: 30 von 70 Fang- und Heuschreckenarten im Südwesten gefährdet