Problem: Drogen, Handys, Körperverletzungen in Gefängnissen

19.04.2022 Gefangene sitzen hinter hohen Mauern ihre Strafe ab. Doch immer wieder finden Justizmitarbeiter Handys und Drogen. Auch Körperverletzungen hinter Gittern ist nach wie vor ein Thema.

Blick auf eine Justizvollzugsanstalt. © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Handy- und Drogenschmuggel sowie Körperverletzungen sind in Sachsen-Anhalts Gefängnissen nach wie vor ein Problem - auch wenn die Fälle in allen Bereichen zurückgegangen sind. Im vergangenen Jahr sind 74 Mobiltelefone sichergestellt worden, wie das Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg mitteilte. Im Vorjahr waren es 96 Handys. Die Technik werde in der Regel im Rahmen von Kontrollmaßnahmen aufgefunden. Die Möglichkeit, verbotene Gegenstände, insbesondere Handys in eine Einrichtung zu bringen, sei trotz vielfältiger Schutz- und Kontrollmechanismen nicht gänzlich auszuschließen, erklärte ein Sprecher.

Insgesamt sind im Jahr 2021 in 73 Fällen Drogen sichergestellt worden. Hauptsächlich handelte es sich dabei um Cannabis sowie Amphetamine. Die Gesamtmenge beläuft sich den Angaben zufolge auf 385 Gramm und übersteigt nicht das Niveau vergangener Jahre. Im Gegenteil: Die sichergestellte Menge liegt deutlich unter der im Vorjahr (702 Gramm).

Auch die Zahl der Körperverletzungen hinter Gittern ist in Sachsen-Anhalt zurückgegangen. In den Justizvollzugsanstalten und der Jugendanstalt des Landes Sachsen-Anhalt seien im Jahr 2021 insgesamt 131 Körperverletzungsdelikte registriert worden, hieß es weiter. In 19 Fällen davon handelte es sich um Angriffe von Gefangenen auf Bedienstete. Zudem ist in 14 Fällen eine Anzeige wegen Bedrohung von Bediensteten erstattet worden. Die Tendenzen im Vergleich zu den Vorjahren sind bei den Angriffen auf Bedienstete beziehungsweise den Beleidigungen laut Ministerium gleichbleibend bis stark rückläufig.

Mehr als die Hälfte der Körperverletzungen unter Gefangenen gab es den Angaben zufolge in der Jugendanstalt Raßnitz. Die Delikte werden laut Ministerium grundsätzlich zur Anzeige gebracht. Außerdem verhängten die Anstalten Disziplinarmaßnahmen, auch Verlegungen der Gefangenen seien möglich.

Anfang März 2022 verfügten die Gefängnisse in Sachsen-Anhalt über 1942 Haftplätze, davon waren 1587 belegt, wie aus einer Statistik des Justizministeriums hervorgeht.

© dpa

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