64 ukrainische Lehrkräfte eingestellt

Die Schulen in Sachsen-Anhalt haben schon gut 1500 ukrainische Mädchen und Jungen aufgenommen. Zunehmend kommen auch ukrainische Lehrkräfte in den Dienst.
Grundschüler aus der Ukraine sitzen in einem Klassenzimmer. © Robert Michael/dpa/Archivbild

In Sachsen-Anhalt sind bislang 27 Ankunftsklassen für geflüchtete ukrainische Kinder und Jugendliche gebildet worden. Gut 330 Schülerinnen und Schüler haben diese Klassen zuletzt besucht, wie das Bildungsministerium in Magdeburg auf Anfrage mitteilte. An 17 weiteren Standorten wird der Start neuer Ankunftsklassen vorbereitet. «Die Gesamtentwicklung ist weiterhin sehr dynamisch», hieß es.

Rund 1200 ukrainische Schülerinnen und Schüler besuchen den Unterricht in Regelklassen und werden so gemeinsam mit deutschen Kindern unterrichtet. Wie viele ukrainische Kinder und Jugendliche Schulen in freier Trägerschaft besuchen, ist nicht bekannt. Laut Innenministerium haben die Kommunen bislang mehr als 23 000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen, darunter fast 6000 im schulpflichtigen Alter.

Das Land hat bislang 64 ukrainische Lehrkräfte eingestellt. 25 weitere Einstellungen seien in Vorbereitung. Insgesamt lägen mehr als 270 Interessensbekundungen vor. Neben den Lehrkräften, die Unterricht auf Ukrainisch erteilen, sucht das Land Fachkräfte für Deutsch als Zielsprache, die den Kindern Deutsch beibringen. Nach den ersten beiden Ausschreibungsrunden hätten sich 18 Zusagen ergeben - teils seien die Lehrkräfte schon im Dienst, teils kämen sie demnächst dort an. Die Zahl der Zusagen erhöhe sich kontinuierlich. 150 Stellen können besetzt werden.

Der Statistik des Ministeriums zufolge wurden in Halle bislang acht Klassen gebildet, in denen ukrainische Kinder gemeinsam lernen, in Magdeburg eine. In Dessau-Roßlau seien es drei, ebenso im Landkreis Mansfeld-Südharz und im Salzlandkreis. 13 Ankunftsklassen entstanden an Grundschulen, 8 an Gymnasien.

In allen Landkreisen und kreisfreien Städten wird das Angebot von Ankunftsklassen geschaffen, wie das Ministerium weiter mitteilte. «Es wird dort jeweils Ankunftsklassen für Kinder im Grundschulalter und für Jugendliche im Alter der weiterführenden Schule geben.» Wie viele Klassen gebildet werden, sei abhängig von der Zahl und Verteilung ukrainischer Mädchen und Jungen auf die Kommunen, den zur Verfügung stehenden Räumen und der Zahl der Pädagogen.

Es sei bereits jetzt zu beobachten, dass sich die Flüchtlinge auf die Städte konzentrierten. Der Bedarf an Ankunftsklassen sei dort größer. Sei der Weg zu einer Ankunftsklasse zu weit, werde das Kind zumeist im Regelunterricht an der nächstgelegenen Schule angemeldet. Die Entscheidung darüber liege bei den Eltern, der Besuch einer Ankunftsklasse sei nicht verpflichtend, erklärte eine Ministeriumssprecherin.

© dpa
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