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Scheidender Kirchenpräsident: Selbstständig bleiben

Die Eigenständigkeit der kleinen Evangelischen Landeskirche Anhalts ist aus Sicht des scheidenden Kirchenpräsidenten Joachim Liebig weiter der richtige Weg. Selbstständigkeit sei kein Mantra, sondern «eine Antwort auf die Frage, wie die anhaltischen Gemeinden unter geltenden Rahmenbedingungen möglichst gut arbeiten können», erklärte Liebig am Freitag zum Auftakt der Herbstsynode in Bernburg. «Nach meiner persönlichen Überzeugung wäre die fortdauernde Selbstständigkeit sogar ohne Fremdmittel anderer Kirchen die bessere Alternative.» Liebig geht zum 1. März 2024 in den Ruhestand, nach 14 Jahren als Leitender Geistlicher der Anhaltischen Landeskirche.
Joachim Liebig
Joachim Liebig, Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, steht in der St. Jacobi Kirche. © Stefan Sauer/dpa/Archivbild

Liebig erklärte weiter: «Es ist eine beständige Erfahrung meiner Generation im kirchlichen Dienst, schrumpfende Kirche erleben zu müssen, nicht selten auch zu erleiden. Selbst bei allem Arbeitseinsatz, jeder Kreativität und guten Rahmenbedingungen können wir nie sicher sein, das Richtige zu tun.» Die Landeskirche Anhalts hat aktuell 26 250 Mitglieder und ist eine der kleinsten innerhalb der Evangelischen Kirche Deutschlands.

Unter Liebig war das sogenannte Verbundsystem etabliert worden. Dabei arbeiten Kirchengemeinden und hauptamtlichen Mitarbeiter in den Regionen der Landeskirche eng zusammen. «Mit ihm können wir durchaus flexibel reagieren», so Liebig.

Im Mittelpunkt der Synode stehen die Finanzen. Der Entwurf für 2024 sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 19,02 Millionen Euro vor. In diesem Jahr sind es 18,34 Millionen, wie es hieß. Der Beschluss ist für Samstag geplant.

Unterdessen steht eine Entscheidung aus, wie es nach der im September nicht geglückten Wahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin für Liebig weitergeht. Eine Kandidatin und ein Kandidat verfehlten die nötige Stimmenzahl, um in das höchste geistliche Amt in der Landeskirche gewählt zu werden. Am Freitagabend nun die Synodalen entscheiden, wie es weitergehen soll.

© dpa
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