SPD setzt weiter auf Führungsduo Kleemann und Schmidt

Juliane Kleemann und Andreas Schmidt führen die Sozialdemokraten in Sachsen-Anhalt weiter an. Sie werden als Landeschefs wiedergewählt - aber mit schlechteren Ergebnissen als vor zwei Jahren.
Das Logo der SPD. © Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Die bisherigen SPD-Landesvorsitzenden Juliane Kleemann und Andreas Schmidt sind in ihren Ämtern bestätigt worden. Die 52-jährige Landtagsabgeordnete aus der Altmark erhielt bei der Wahl am Freitag auf einem Parteitag in Leuna rund 76 Prozent der Stimmen. Der 52-jährige Merseburger Landtagsabgeordnete kam auf rund 71 Prozent der Stimmen. Vor zweieinhalb Jahren hatten Schmidt und Kleemann bei ihrer erstmaligen Wahl jeweils mehr als 85 Prozent der Stimmen erhalten.

«Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden», sagte Kleemann der Deutschen Presse-Agentur nach der Wahl. Sie kündigte an, in den nächsten Jahren viele SPD-Ortsvereine besuchen zu wollen. Aufgrund der Corona-Pandemie sei das in den vergangenen Jahren schwierig gewesen.

Auch Schmidt sagte, er sei zufrieden. Die Wahlergebnisse belegten, dass die Partei lebe. «Die Delegierten haben eine Meinung, und das ist gut so.» Nachfragen an die Vorsitzenden gab es vor der Abstimmung nicht, auch Kritik wurde von den Delegierten nicht geäußert.

Als stellvertretende Vorsitzende gewählt wurden Wissenschaftsminister Armin Willingmann und die Chefin der SPD-Landtagsfraktion, Katja Pähle. Willingmann erhielt rund 92 Prozent der Stimmen, Pähle kam auf rund 77 Prozent der Stimmen.

Auf dem Parteitag soll unter anderem die Arbeit in der schwarz-rot-gelben Koalition thematisiert werden. In seiner Rede zu Beginn des Parteitags hatte Landeschef Schmidt gesagt, das Ergebnis bei der Landtagswahl sei bitter gewesen, der Landesvorstand habe danach eine umfassende Analyse vorgenommen. Vor einem Jahr hatte die SPD bei der Landtagswahl mit 8,4 Prozent ihr bisher schlechtestes Ergebnis in Sachsen-Anhalt eingefahren. Die Liste dessen, was man zu tun habe, sei lang, so Schmidt. «Wir werden in Zukunft vieles anders machen müssen als bisher.»

Gleichzeitig verwies Schmidt aber auf die hohe Zustimmung der Partei vor einem Jahr zur Bildung des schwarz-rot-gelben Bündnisses, welches Sachsen-Anhalt seit September regiert. Mit der Bundestagswahl sei zudem eine Tür für eine neue Zeit aufgegangen. Im Herbst des vergangenen Jahres waren die Sozialdemokraten stärkste Kraft im Land geworden. Man habe nun die Chance auf ein sozialdemokratisch geprägtes Jahrzehnt in Deutschland und müsse in Zukunftsfragen wie der Energiewende Kurs halten, sagte Schmidt.

Der Parteitag wird am Samstag fortgesetzt. Am späten Vormittag ist unter anderem eine Rede von Bundesparteichef Lars Klingbeil vorgesehen.

© dpa
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