Forstminister plant Runden Tisch nach Großbrand am Brocken

30.04.2022 Wenn es im Wald im Harz brennt, ist das für die Feuerwehr eine große Herausforderung. Wie schwierig es ist, an den Brandort zu gelangen, hat der Einsatz bei dem Großbrand am Dienstag gezeigt. Experten sollen nun über eine Verbesserung von Brandschutz und Löschaktionen beraten.

Sven Schulze (CDU) steht im Plenarsaal. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild

Sachsen-Anhalts Forstminister Sven Schulze (CDU) beruft einen Runden Tisch ein, um mögliche Konsequenzen aus dem Großbrand am Brocken im Nationalpark Harz und vorherigen Bränden zu erörtern. Dazu sollten in den kommenden 14 Tagen Fachleute aus dem Landkreis Harz, Vertreter des Nationalparks und der Landesregierung zusammenkommen, sagte der Minister am Samstag nach einer Besichtigung der am Dienstag abgebrannten Fläche am Harzgipfel. Es gehe darum, bei der Brandvorbeugung besser zu werden und auch schneller löschen zu können.

«Ein Thema, was man uns klar mitgegeben hat, ist: Wir brauchen mehr Überwachung auch aus der Luft. Das kann man beispielsweise mit Drohnen machen und auch mit anderen Möglichkeiten. Das muss man diskutieren», sagte Schulze. Und auch das Löschen sei komplex, weil Brandstellen schwer zu erreichen seien. Der Landesfeuerwehrverband hatte bereits fest installierte Löschwasserbehälter gefordert. Die Tanks könnten sowohl unter- als auch oberirdisch installiert werden. Aus Schulzes Sicht könnten solche Behälter helfen, weil die Fläche aber so groß sei, sei das keine pauschale Lösung.

Am Dienstag hatte aus noch unbekannter Ursache eine Grasfläche mit Totholz auf einer Fläche von etwa 250 mal 40 Metern in Flammen gestanden. Die Brandfläche war für die Feuerwehr nur schwer zu erreichen. Zum Einsatz kamen zwei Löschwasserwagen der Harzer Schmalspurbahn. Auch Feuerwehrleute wurden mit dem Zug nach oben gebracht. 120 Einsatzkräfte von elf Feuerwehren waren im Einsatz.

Die Feuerwehr forderte im Anschluss, dass eine Lösung für das viele Totholz im Nationalpark gefunden werden müsse, weil von ihm Gefahr ausgehe. Im Nationalpark gilt aber der Grundsatz, die Flächen der Natur zu überlassen und so wenig wie möglich einzugreifen.

Schulze setzt in Sachen Totholz auf eine bereits in Auftrag gegebene Studie der Technischen Universität Dresden, die bis Anfang Herbst abgeschlossen sein soll. «Wir brauchen eine definitive Aussage, welchen Einfluss hätte das Totholz im Falle eines Brandes.» Die Frage sei, ob es einen Brand weiter anfache oder ob es kein größeres Problem darstelle, weil es sehr schwer brenne.

Der Minister, der aktuell der Agrarministerkonferenz vorsteht, kündigte zudem an, im Rahmen einer Sonder-Agrarministerkonferenz zum Forst über das Thema Waldbrände zu sprechen. Es solle darum gehen, wie der Bund die Länder koordinierend und finanziell unterstützen könne. Im Harz erstrecke sich der Wald über drei Bundesländer.

© dpa

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