Intel will auf verschiedene Transportoptionen setzen

02.07.2022 In Magdeburgs Südwesten entsteht in den kommenden Jahren ein neuer Produktionsstandort des US-Konzerns Intel. Tausende Menschen werden dann in das Industriegebiet pendeln. Doch wie kommen die Menschen dahin? Stadt, Land und Unternehmen machen sich Gedanken.

Blick auf die A 14 an einem Feld, auf dem der US-Konzern Intel den Bau von Chipfabriken plant. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

In Magdeburg sollen dank der Ansiedlung des US-Konzerns Intel Tausende Jobs entstehen. Damit die Menschen auch ohne das eigene Auto zu dem Gelände in den Südwesten Magdeburgs kommen, beschäftigt sich das Unternehmen mit verschiedenen Transportmöglichkeiten. «An anderen Intel-Standorten werden etwa Shuttlebusse für den Weg zur Arbeit eingesetzt», sagte Todd Brady, der weltweit für die Öffentlichkeitsarbeit und Nachhaltigkeit Intels zuständig ist. Auf dem Gelände in Magdeburg sollen außerdem Duschen und Umkleiden entstehen. So können Menschen auch mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, ohne verschwitzt am Arbeitsplatz zu sitzen. Auch Lademöglichkeiten für E-Autos sollen geschaffen werden

Eine bessere Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr wird aktuell geprüft. Es werde untersucht, welche Möglichkeiten die bestehende Infrastruktur bietet, um dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, teilte das Infrastrukturministerium in Magdeburg mit. «Hierbei liegt der Fokus auf Verstärkungen der Eisenbahnstrecke Magdeburg-Halberstadt sowie auf Anpassungen bestehender Buslinienverkehre als Zubringer», hieß es.

Der Stadtrat Magdeburg hatte im Zuge der Zustimmung zum Bebauungsplan Anfang Juni auf dem Gelände insbesondere die Prüfung einer S-Bahn-Verbindung hervorgehoben. «Wir würden eine S-Bahn-Anbindung begrüßen», sagte Intel-Manager Brady. «Aber es wird nicht sofort geschehen, das sind längere Entscheidungsprozesse.»

Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) wies darauf hin, dass die Ansiedlung kein alltäglicher Vorgang sei. «Wir müssen den Vorlauf für Planung und Genehmigung spürbar verkürzen, ohne die notwendige Beteiligung zu unterlassen. Deshalb finden auch derzeit fast im Wochentakt entsprechende Abstimmungen statt.» Zu zeitlichen Vorgaben machte die Ministerin keine Angaben.

Der Bau der beiden geplanten Halbleiterwerke in der Landeshauptstadt soll 2023 beginnen. Das Unternehmen will zunächst rund 17 Milliarden Euro investieren. Der Produktionsstart ist für 2027 angesetzt, erste Tests könnten aber schon 2026 erfolgen.

© dpa

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