Langer Einsatz für die Feuerwehr am Zellstoffwerk Arneburg

03.07.2022 Bei Arneburg wird aus Holzhackschnitzeln Zellstoff für die Papierindustrie hergestellt. Nach einem Brand in einem Lager mit Hackschnitzeln beschäftigen Glutnester die Feuerwehr.

Ein Mitglied der Feuerwehr spritzt aus einem Schlauch mit Wasser. © David Inderlied/dpa/Symbolbild

Die Folgen des Brandes auf dem Gelände des Zellstoffwerkes Arneburg haben die Feuerwehr das ganze Wochenende über beschäftigt. Am Freitagmorgen waren Förderbänder im Freien in Brand geraten, das Feuer griff auf ein Lager mit Holzhackschnitzeln über. Am Sonntag waren weiter zahlreiche Feuerwehrleute im Einsatz, wie die Rettungsleitstelle Altmark mitteilte. Die Kameraden seien immer wieder ausgetauscht worden. Glutnester, die sich wieder entzünden können, stellten eine Gefahr dar.

Die Feuerwehr war auch am Sonntag damit beschäftigt, den Berg Hackschnitzel zu bewässern, Stück für Stück kontrolliert abzutragen und mögliche weitere Brandstellen zu bekämpfen. Es sei schon Einiges geschafft, erklärte der Geschäftsführer des Werks, André Listemann, am Sonntagnachmittag. Offen war, wie lange die Arbeiten noch dauern. Der Brand sei bereits am Freitag unter Kontrolle gebracht worden. Im Zellstoffwerk wird aus den Hackschnitzeln Zellstoff für die Papierindustrie hergestellt.

Vorsorglich und als Sicherheitsmaßnahme sei bereits am Freitag begonnen worden, den Betrieb herunterzufahren, erklärte Listemann. Der Vorgang nehme einige Zeit in Anspruch - auch am Wochenende sei der Betrieb noch weitergelaufen. An Szenarien für die Reparatur der beschädigten Transportwege und das Hochfahren des Betriebes werde gearbeitet, sagte Listemann. Im Zellstoffwerk sind seinen Angaben zufolge 450 Menschen beschäftigt.

Am Freitag hatte die Polizei mitgeteilt, ein Blitzeinschlag könne den Brand ausgelöst haben. Der Blitz könnte für einen technischen Defekt an einem Fließband gesorgt haben. Bis zum Sonntag war aber noch kein Brandsachverständiger auf dem Gelände. Ersten Schätzungen der Polizei zufolge liegt der Schaden bei zwei bis drei Millionen Euro. Geschäftsführer Listemann machte dazu keine Angaben.

© dpa

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