Linke will Doppelspitze im nächsten Jahr bilden

Die offene Personalfrage in puncto Co-Landesvorsitz will die Linke 2023 klären. Nach einem turbulenten Frühjahr sieht Landeschefin Janina Böttger ihre Partei inzwischen auf dem richtigen Weg.
Janina Böttger im Interviews mit der Deutschen Presse-Agentur. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Sachsen-Anhalts Linke will die Nachfolge für das Amt des Co-Parteichefs im nächsten Jahr regeln. Wie die Landesvorsitzende Janina Böttger der Deutschen Presse-Agentur sagte, soll eine Nachwahl für den zurückgetretenen Stefan Gebhardt auf einem Landesparteitag im März erfolgen. Aktuell sei das noch weit weg, sagte Böttger. «Wir konzentrieren uns momentan darauf, unser sozialpolitisches Profil nach außen zu tragen und uns auf den heißen Herbst vorzubereiten.»

Die Linke hatte auf einem digitalen Parteitag im März 2022 mit Janina Böttger und Stefan Gebhardt erstmals eine Doppelspitze in Sachsen-Anhalt gewählt. Gebhardt war jedoch nur eine Woche nach seiner knappen Wahl (50,5 Prozent) zurückgetreten. In einem fünfseitigen Brief hatte der Landtagsabgeordnete die Landespartei scharf kritisiert. Er beklagte Gräben zwischen Landtagsfraktion und Partei sowie einen misslungenen Wahlkampf.

Ein halbes Jahr nach ihrer Wahl sieht Böttger die Landespartei auf dem richtigen Weg. «Ich bin angetreten, um Brücken zu bauen. Das ist gelungen - in die Kreisverbände, aber auch in die Bundespartei hinein.» Der Landesvorstand habe viele Dinge, die man sich auf dem Parteitag vorgenommen habe, bereits umsetzen können. «Zum Beispiel, was die interne Kommunikation angeht. Auch nach außen geben wir ein geschlossenes Bild ab.»

Zu Jahresbeginn hatte die Linke in Sachsen-Anhalt rund 3100 Mitglieder. «Wir haben viele neue Stadt- und Kreisvorsitzende. Da sind Jüngere nachgerückt. Ich sehe das sehr positiv, dass der Staffelstab dort übergeben wurde.»

Neben einer verstärkten Beteiligung an Demonstrationen aufgrund der gestiegenen Lebenserhaltungskosten nimmt die Linke auch bereits die Kommunalwahlen in zwei Jahren in den Blick. Eine konkrete Prozentzahl will Böttger nicht vorgeben. «Ziel bei der Kommunalwahl 2024 wird es sein, die Mandate zu erhalten und möglichst auszubauen.»

© dpa
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