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Land nimmt geflüchtete Schüler in Regelklassen auf

Die Migrationszahlen steigen und mit ihnen auch die Zahlen der minderjährigen Schutzsuchenden, die schulpflichtig sind - ohne die deutsche Sprache zu beherrschen. «Dazugehören von Anfang an» soll das Prinzip sein, so das Bildungsministerium.
Unterricht für ukrainische Schülerinnen und Schüler
Grundschüler aus der Ukraine sitzen in einem Klassenzimmer. © Robert Michael/dpa

Die Schulen in Sachsen-Anhalt unterrichten Tausende geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine, aber auch anderen Ländern - und bieten ihnen spezielle Sprachförderung. An den öffentlichen Schulen lernen aktuell rund 6100 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine, wie das Bildungsministerium in Magdeburg auf Nachfrage mitteilte. Knapp 5600 von ihnen würden an den allgemeinbildenden Schulen unterrichtet, etwa 500 an den Berufsschulen. Die Zahlen fragt das Ministerium zweiwöchentlich bei den Schulen ab.

Die Zahl der in diesem Jahr bis Ende September neu registrierten schulpflichtigen Asylsuchenden im Alter von 6 bis 18 Jahren liegt laut dem Innenministerium bei rund 700. Im Vorjahreszeitraum seien es etwa 480 gewesen.

Sowie die Kinder und Jugendlichen an eine Gemeinde in Sachsen-Anhalt zugewiesen sind, erklärte das Bildungsministerium, seien sie gemäß Schulgesetz schulpflichtig. Somit würden sie sofort einer Regelklasse zugeordnet, in der sie von Anfang an am Regelunterricht teilnehmen. «Wartelisten gibt es nicht.»

Über eine Zahl aller geflüchteter Schülerinnen und Schüler verfügt Sachsen-Anhalts Bildungsministerium nicht. Der aufenthaltsrechtliche Status werde an den Schulen nicht erfasst. Allerdings gibt es Zahlen zur Sprachförderung: «An den allgemeinbildenden Schulen des Landes erhalten derzeit insgesamt 12 658 Schülerinnen und Schüler gemäß Erlass über die Aufnahme und Beschulung von Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund eine Sprachförderung in Deutsch», so das Ministerium.

Anders als zu Beginn der Aufnahme der ukrainischen Schülerinnen und Schüler, gibt es nun im Wesentlichen keine gesonderten Klassen mehr für Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht ausreichend beherrschen. Auch die Kinder, die in Sprachfördergruppen die deutsche Sprache lernen, sind in einem Regelklassenverband aufgenommen, wie es hieß. «Sie nehmen in weniger sprachgeprägten Fächern wie zum Beispiel Sport, Musik und Kunst gemeinsam mit den übrigen Schülerinnen und Schülern von Anfang an am Regelunterricht teil und erhalten daneben eine besondere Sprachförderung im Fach Deutsch als Zielsprache.»

Ergänzend dazu prüfe das Landesschulamt, schul- und klassenübergreifend Vorbereitungsklassen zur Sprachförderung von schulpflichtigen Migrantinnen und Migranten in der Stadt Halle einzurichten.

© dpa
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