Nach den Ferien mehr ukrainische Schüler an Schulen

Seit Donnerstag sind Sachsen-Anhalts Schüler wieder zurück im Unterricht. Zahlreiche Kinder und Jugendliche aus der Ukraine sind hinzugekommen. Das Land bietet ihnen und den Schulen Unterstützung an.
Ein Lehrer steht im Unterricht an der Tafel. © Marijan Murat/dpa/Symbolbild

An Sachsen-Anhalts Schulen ist die Zahl der ukrainischen Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien deutlich gestiegen. Am Donnerstag wurden an den allgemeinbildenden Schulen rund 4700 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine erfasst, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums am Freitag in Magdeburg mitteilte. An den berufsbildenden Schulen seien knapp 230 ukrainische Schüler angekommen. Vor den Ferien hatten rund 3400 aus der Ukraine geflüchtete Jungen und Mädchen Regel- oder spezielle Ankunftsklassen besucht. Für die Geflüchteten besteht Schulpflicht, zudem müssen sie nach dem sachsen-anhaltischen Lehrplan unterrichtet werden.

Die meisten ukrainischen Schülerinnen und Schüler befinden sich laut Ministerium in den Grundschulen, dort liegt die Zahl bei knapp 1900. An den Gymnasien wurden rund 1140 gezählt, an den Sekundarschulen etwa 840. Am Donnerstag hatte in Sachsen-Anhalt für rund 209.000 Schülerinnen und Schüler der Unterricht im Regelbetrieb begonnen.

Wie das Innenministerium mitteilte, sind nach Angaben der Kommunen mit Stand vom Donnerstag 27.310 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine direkt in den Landkreisen und kreisfreien Städten aufgenommen worden. Unter ihnen sind rund 2750 Kinder im Kindergarten- und etwa 6750 Kinder im schulpflichtigen Alter. Der Sprecher des Bildungsministeriums sagte, es müsse nun geklärt werden, wie viele und welche Schüler der Schulpflicht nicht nachkommen oder welche zwar gemeldet sind, sich aber nicht mehr in Sachsen-Anhalt befinden.

Um die neuen Schülerinnen und Schüler gut in den Schulen zu integrieren, sollen Sprachmittler unterstützend wirken. Das Bildungsministerium hat gemeinsam mit dem Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (Lamsa) das Projekt «Einrichtung einer Fachstelle Sprachmittlung Ukraine» ins Leben gerufen. Zunächst sollen 40 Sprachmittler in neun Landkreisen und kreisfreien Städten eingestellt werden, bis zum Jahresende sollen es 100 werden. Schulen können sie bei Bedarf anfordern. Sie helfen dann der Schulleitung, dem Kollegium sowie den ukrainischen Schülern und ihren Angehörigen. So soll den Angaben zufolge Chancengleichheit für alle geschaffen werden.

© dpa
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