Sachsen-Anhalt stellt sich auf trockenen Sommer ein

Für eine Wetterprognose für den Sommer ist es noch zu früh. Doch schon jetzt ist es im Vergleich zu den Durchschnittswerten viel zu trocken. Wozu führt das im Land?
Blick auf die nahezu ausgetrocknete Uchte im Zentrum der Hansestadt Stendal. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sachsen-Anhalt bereitet sich auf einen trockenen Sommer vor. Es sei in diesem Jahr bereits weniger Niederschlag als üblich gefallen, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Umweltschutz (LAU) in Halle. Gerade in dem aus landwirtschaftlicher Sicht wichtigen Frühjahr kam demzufolge bislang «viel zu wenig Regen und erste Schäden sind bereits an den Kulturen entstanden».

Sollte die Trockenheit anhalten, wären die Schäden nach Einschätzung der Sprecherin erheblich. Die Grundwasserstände hätten sich bislang nach den Dürrejahren 2018 bis 2020 kaum erholen können und seien weiter sehr niedrig. Auch die Flusspegel näherten sich schon wieder den Tiefständen an. Erwärme sich dadurch das Wasser zu stark, nehme auch seine Qualität ab und es könnten sich giftige Blaualgen ausbreiten. Außerdem bedrohe dies das Ökosystem in den Gewässern und führe unter Umständen zu einem Massensterben der Fauna.

Immerhin hätten die vergangenen Trockenjahre gezeigt, dass die Wasserversorgung der Bevölkerung auch unter extremen Bedingungen gut funktioniere und die Versorgung mit Trinkwasser sichergestellt sei, sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. Einschränkungen seien höchstens lokal zu erwarten.

Zur Anpassung an den Klimawandel müsse nun das Wassermanagement in Sachsen-Anhalt überarbeitet werden, sagte der Sprecher. Wasser soll demnach stärker in der Fläche zurückgehalten werden. Der Umfang der Gewässerunterhaltung müsse erweitert werden und der «Wasserrückhalt in der Fläche sowie die Vorbeugung vor Schäden durch Klimawandel bedingte Trockenwetterperioden gestärkt werden».

Insbesondere Flora und Fauna ächzen seit Jahren unter den trockenen Sommern. Der Hitze zwischen 2018 und 2020 fielen Tausende Wasserlebewesen zum Opfer, Bäume starben stressbedingt ab. Langfristig kann dies laut Umweltministerium insbesondere in Wäldern zur Verringerung der Stabilität der Ökosysteme und zum Verlust von Lebensräumen führen.

© dpa
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