Probealarm für den Ernstfall auch in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt hat am Donnerstag beim bundesweiten Warntag seine Warnsysteme für den Ernstfall getestet. Mit einem schrillen Ton um 11.00 Uhr sowie Vibration auf dem Handy, Warnungen per Rundfunk, Fernsehen oder Sirenen wurden Menschen über den Probealarm informiert. Es sei getestet worden, wie die Menschen in Deutschland gut gewarnt werden können.
Eine Alarmsirene. © Soeren Stache/dpa

Am Abend zog Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) eine gemischte Bilanz: «Am diesjährigen Warntag hat vieles funktioniert, aber eben längst nicht alles», sagte sie dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Für das Land falle das Fazit dennoch erst einmal positiv aus. Auch rief die Ministerin Bürgerinnen und Bürger dazu auf, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die eigenen Erfahrungen am Warntag bis zum 15. Dezember mitzuteilen. Das Amt mit Sitz in Bonn leitete den bundesweiten Test.

Unter anderem habe es Test in Mansfeld-Südharz gegeben, sagte Zieschang beim Besuch der Integrierten Leitstelle in Sangerhausen. Im Landkreis Mansfeld-Südharz gibt es den Angaben zufolge 170 Sirenen, in Sachsen-Anhalt bisher rund 2000.

Die Ministerin betonte, wie wichtig es ist, Menschen rechtzeitig und auch über verschiedene Systeme zu warnen. Warnungen müssten zu jeder Tag- und Nachtzeit funktionieren, um Menschen auch aus dem Schlaf zu rütteln. Erstmals wurde bei dem bundesweiten Warntag auch die Technologie Cell Broadcast erprobt, die sich noch im Aufbau befindet. Dabei wird eine Warnmeldung an alle Handys mit Empfang in einem bestimmten Gebiet verschickt, eine App oder eine Internet-Verbindung werden nicht benötigt.

Ziel des Warntages war es, mit möglichst wenig Zeitverlust einen größtmöglichen Teil der Bevölkerung zu erreichen und diese mit Informationen zum Ereignis zu versorgen. Zudem sollte es eine Anregung für alle Menschen sein, sich mit den Warnmitteln und der Reaktion im Ernst- und Katastrophenfall zu beschäftigen. Beim vormaligen Warntag hatte es bundesweit Pannen gegeben. Im Ernstfall wären Menschen zu spät und unzureichend über die akute Gefahr informiert worden.

© dpa
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