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Igel finden im Tiergarten Halberstadt Zuflucht im Winter

Für verletzte Igel kann die kalte Jahreszeit schnell gefährlich werden. Der Tiergarten Halberstadt hilft den stacheligen Tieren durch die Wintermonate – und gibt Igel-Tipps für den eigenen Garten.
Igel finden im Tiergarten Halberstadt Zuflucht
Ein kleiner Igel in der Wildtieraufnahmestation im Tiergarten Halberstadt. © Matthias Bein/dpa

Im Tiergarten Halberstadt werden verletzte oder unterernährte Igel wieder aufgepäppelt. Die hilfsbedürftigen Tiere würden dort von den Mitarbeitern gegen Flöhe und Würmer behandelt, gefüttert und wenn möglich noch bevor es kalt wird, ausgewildert, erklärte der stellvertretende Tiergartenleiter, Florian Hartmann. «Das wird jetzt aber zeitlich ziemlich eng», sagte der Fachmann. «Das heißt, wenn jetzt noch Igel kommen, dann überwintern sie bei uns.»

Die Tiere, die groß genug seien, würden dann in Kisten in kühleren Räumen im Tiergarten ihren Winterschlaf machen. Die Igel, die zu klein seien, kämen in den kalten Wintermonaten in beheizte Räume und würden dort versorgt. Im Frühjahr würden die Tiere dann an einem passenden Ort ausgewildert. Insgesamt vier Igel seien derzeit in der Station im Tiergarten zuhause.

Dabei werden längst nicht alle Igel aufgenommen, die besorgte Tierfreunde dem Tierpark bringen. Oft fehle den Igeln nämlich gar nichts, sagte Hartmann. Einen potenziell hilfsbedürftigen Igel könne man etwa daran erkennen, wenn das eigentlich nachtaktive Tier tagsüber draußen aufgefunden wird. «Wenn er dann offensichtliche Verletzungen hat, sollte man ihn natürlich zum Tierarzt bringen», sagte Hartmann. Teilweise hätten die Igel auch Lungenwürmer. Das würde man daran erkennen, dass sie viel husten - auch in dem Fall sei ein Besuch beim Tierarzt sinnvoll.

In der Region sei es «ein gutes Igeljahr, weil es mehr geregnet hat als die letzten Jahre», erklärte Hartmann. In den vergangenen Jahren hätten die Tiere hingegen wegen fehlenden Niederschlags weniger Insekten und Würmer gefunden. «Da kommt es ihnen ganz gelegen, dass die Winter nicht mehr ganz so lang sind», sagte Hartmann. Denn so würden die Tiere mittlerweile auch nicht mehr so lange Winterschlaf machen und könnten sich schneller wieder auf Nahrungssuche begeben.

Wer den stacheligen Mitbewohnern im eigenen Garten etwas Gutes tun wolle, könne den Igeln etwa einen Pflanzenuntersetzer mit Wasser hinstellen. Neben speziellem Igelfutter würden die Tiere sich auch über Trockenfutter für Hunde und Katzen freuen, sagte Hartmann. Zudem könne man in einer Ecke des Gartens aus Laub oder Holz einen Schutzort einrichten. Vor allem aber warnt der Experte davor, nachts den Rasenmähroboter einzuschalten. Die scharfen Messer seien für die nachtaktiven Tiere eine oft tödliche Gefahr.

© dpa
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