Wenige Kommunen in Sachsen-Anhalt erhöhten 2021 Grundsteuer

Die Grundsteuer ist eine wichtige Einnahmequelle für die Kommunen. Wenn es knapp wird in der Kasse, wird sie erhöht. Zuletzt haben das in Sachsen-Anhalt vergleichsweise wenige Städte und Gemeinden getan.
Ein Abgabenbescheid für die Entrichtung der Grundsteuer liegt auf einem Schreibtisch. © Jens Büttner/dpa-zentralbild/dpa/Symbolbild

In Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr für vergleichsweise wenige Eigentümer und Mieter eine Erhöhung der Grundsteuer fällig geworden. In 5,5 Prozent der Kommunen gab es einen Anstieg des Hebesatzes, wie ein Vergleich durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) ergab. In 94,5 Prozent der Kommunen blieb er gleich, nirgendwo sank die der Steuersatz.

Damit gehört Sachsen-Anhalt im Vorjahresvergleich zu den Bundesländern mit wenigen Grundsteuer-Erhöhungen. Nur in Thüringen (5,2 Prozent), Sachsen und Bayern (jeweils 5,0 Prozent) sind es weniger. Bundesweit wurde in 8,3 Prozent der Kommunen die Grundsteuer erhöht, im Saarland waren es gar 17,3 Prozent der Städte und Gemeinden.

Die Grundsteuer - in diesem Fall die Grundsteuer B - wird auf bebaute und bebaubare Grundstücke erhoben und von Eigentümern bezahlt - oder auf Mieter umgelegt.

Je nach Kommune gibt es landesweit große Unterschiede. Der durchschnittliche Grundsteuer-Hebesatz in Sachsen-Anhalt lag der Studie zufolge zum Jahresende 2021 bei 391. Die Einheitsgemeinde Niedere Börde (Landkreis Börde) hatte der Studie zufolge zum Stichtag 31. Dezember 2021 mit 750 den landesweit höchsten Hebesatz. Der niedrigste Hebesatz von 300 sei in mehreren Kommunen fällig gewesen, etwa in Apenburg-Winterfeld (Altmarkkreis Salzwedel) und in Balgstädt im Burgenlandkreis.

Pro Einwohner zahlen die Sachsen-Anhalter im Bundesvergleich vergleichsweise wenig Grundsteuer, so EY. Rechnerisch flossen demnach im vergangenen Jahr pro Kopf 113 Euro in die Gemeindekassen. Nur in Brandenburg waren es mit 110 Euro weniger. Bundesweit lag die Pro-Kopf-Steuerbelastung bei 175 Euro, wie es hieß.

Wegen einer Reform der Steuer zum Jahr 2025 müssen Eigentümer bis Oktober dieses Jahres neue Grundsteuererklärungen an das Finanzamt schicken. Wie sich die Grundsteuerreform, in deren Zuge derzeit Millionen von Hauseigentümern Angaben ans Finanzamt übermitteln müssen, auf die Hebesätze auswirkt, sei noch ungewiss, hieß es weiter.

Laut dem Statistischen Landesamt in Halle haben die Städte und Gemeinden im vergangenen Jahr 244,5 Millionen Euro an Grundsteuer für bebaute und unbebaute Grundstücke außerhalb der Land- und Forstwirtschaft eingenommen. Damit stiegen die Einzahlungen dieser Grundsteuer B das 13. Jahr in Folge.

© dpa
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