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Festtage zur Eröffnung der Synagoge am 10. Dezember

Am 10. Dezember soll die neue Synagoge in Magdeburg eröffnet werden - um dieses Ereignis herum sind Festtage der jüdischen Kultur geplant. «Diese Festtage werden von Magdeburgerinnen und Magdeburgern organisiert, 85 Jahre nachdem die alte Synagoge von pogromwütigen Magdeburgerinnen und Magdeburgern zerstört wurde», sagte der Geschäftsführer des Forum Gestaltung, Norbert Pohlmann, am Mittwoch. «Diese Festtage werden unbeirrbar, aber nicht naiv der Menschlichkeit das Wort geben und der Vernunft und das trotz aller unfassbaren Ausbrüche von Gewalt hier und in der Welt.» Die Festtage werden von besonderen Sicherheitsmaßnahmen begleitet, wie es hieß.
Synagoge Magdeburg
Ein Bager ist vor der Neuen Synagoge zu sehen. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Vom 19. November bis 17. Dezember sind laut Pohlmann fast 30 Veranstaltungen verschiedener Genres geplant. Dazu gehören Konzerte, Vorträge, Ausstellungen und Theateraufführungen. Mit den Festtagen würden erneut Begegnungen ermöglicht, sich die kulturell-künstlerische Welt anzueignen, eine Welt für alle, betonte Pohlmann. «Wir werden respektvolle Gespräche organisieren, wir werden emotionale Momente schaffen und viele Gelegenheiten bieten für einen Zuwachs an Erkenntnissen als Voraussetzung für gelebte Empathie miteinander.»

Der Ansprechpartner für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus, Wolfgang Schneiß, betonte: «Die jüdische Gemeinschaft in Magdeburg hat gute Freundinnen und Freunde, das ist schon lange so.» Die Festtage drückten das aus. «Es ist jetzt eine besondere Zeit, aber in dieser Zeit ist es gerade wichtig, Zeichen zu setzen. Das, was Terror anrichten will, darf eben nicht zu seinem Ziel kommen. Deshalb ist es auch wichtig, gerade in dieser Zeit deutlich zu machen: Wir wollen, dass jüdisches Leben hier in Deutschland zu Hause ist.»

Maria Schubert von der Synagogengemeinde zu Magdeburg betonte, die Magdeburgerinnen und Magdeburger sollten keine Scheu haben, Kontakt zu Jüdinnen und Juden aufzunehmen. Viele hätten Berührungsängste, weil sie nicht wüssten, wie man sich richtig verhalte. Am 17. Dezember, eine Woche nach der offiziellen Eröffnung, sei ein Tag der offenen Tür in der neuen Synagoge geplant. Anmeldungen seien nötig, viele lägen schon vor. Erst am vergangenen Sonntag war die neue Synagoge in Dessau eröffnet worden.

© dpa
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