Mehr Weißstörche 2022 in Sachsen-Anhalt

Das Storchenjahr begann frühzeitig. Bereits Mitte Februar kam ein Paar aus dem warmen Winterquartier nach Sachsen-Anhalt. Doch der heiße Sommer hat dem Nachwuchs geschadet.
Ein Storch steht in der Nähe der Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg auf einem Baumstamm. © Ronny Hartmann/dpa/Archivbild

Sachsen-Anhalt gehört laut Experten zu den Bundesländern mit den meisten Weißstörchen und einer erfreulichen Entwicklung. 2021 gab es im Land 592 Paare. In diesem Jahr wurden sogar 640 Paare gezählt, wie Michael Kaatz von der Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg im Jerichower Land berichtete. «Das Storchenjahr 2022 begann vielversprechend mit der sehr frühen Rückkehr des Pärchens Anton und Novi aus dem Winterquartier, bereits Mitte Februar», sagte er. Auch die Störche Manfred und Nobby sowie deren Partnerinnen, kehrten sicher aus den Überwinterungsgebieten zurück.

Besonders erfreut waren die Vogelschützer über zwei neu angesiedelte Paare. «So durfte sich Loburg im Jahr 2022 wieder «storchenreiche Stadt» nennen», sagte Kaatz. Der sehr trockene Sommer, so Kaatz, wirkte sich aber deutlich auf die Anzahl der flüggen Jungstörche aus. «Lediglich neun Junge verließen die Loburger Horste. Kein Einzelphänomen, wie uns aus weiten Teilen Sachsen-Anhalts und über die Landesgrenzen hinaus berichtet wurde», so der Vogelschützer. Hintergrund ist den Angaben zufolge, dass mangels ausreichend Nahrung nicht alle Jungtiere überleben können.

Auf dem Storchenhof in Loburg erinnert indes eine Skulptur an Deutschlands wohl bekannteste Störchin. Jahr für Jahr legte «Prinzesschen» mehr als 10.000 Flugkilometer zurück. 1994 war sie nach Angaben von Kaatz die erste Störchin, deren jährliche Reise von und nach Afrika in Loburg dank eines auf dem Rücken befestigten kleinen Senders lückenlos verfolgt werden konnte.

Dass allerdings beim Flug in die Winterquartiere längst nicht mehr alle Störche ostwärts nach Afrika fliegen, sondern viele auch die Westroute über Spanien und Marokko bevorzugen, habe die Auswertungen vieler Senderdaten verdeutlicht, sagte Kaatz. Etwa 20 Prozent der Störche wählten diesen kürzeren Weg.

© dpa
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