Minister für schnellere Umsetzung der Wasserstoffstrategie

«Grüner» Wasserstoff gilt als essenziell für die Energiewende in Deutschland. Sachsen-Anhalt setzt schon auf den Aufbau der Produktion - und die Landesregierung drückt weiter aufs Tempo.
Armin Willingmann (SPD), Umweltminister Sachsen-Anhalt. © Christian Modla/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sachsen-Anhalt will die angestrebten Ziele beim Aufbau der Wasserstoffwirtschaft schneller als geplant erreichen. Die Wasserstoffstrategie des Landes stamme noch aus der Zeit vor dem Angriffskrieg auf die Ukraine, sagte Energieminister Armin Willingmann (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Magdeburg. Bislang sollten bestimmte Schritte bis 2030 und 2040 erreicht werden. «Wir haben im Moment noch keine Ziele nach vorne verlagert. (...) Aber wir sind uns alle darüber im Klaren, dass das jetzt schneller geschehen soll.»

Vor gut einem Jahr hatte die damalige Landesregierung ihren Plan vorgestellt, der Sachsen-Anhalt zur Modellregion für «grünen» Wasserstoff machen soll. Sachsen-Anhalt will auf dem Weg zur dahin unter anderem die lange Erfahrung in der Industrie- und Energieregion im Süden des Landes nutzen. Die Landesregierung verspricht sich von der Erforschung und Nutzung der Technologie vor allem in der früheren Kohleregion neue Arbeitsplätze.

«Grüner» Wasserstoff wird mit Strom aus erneuerbaren Quellen per Elektrolyse hergestellt. Mit ihm soll der Energiebedarf etwa der Stahl- oder Chemieindustrie gedeckt werden. Derzeit ist der aus Ökostrom hergestellte Energieträger noch knapp und vergleichsweise teuer.

In den vergangenen zwölf Monaten seien zahlreiche Weichen für den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft gestellt worden, sagte Willingmann. Bei vielen der Projekte gebe es Fortschritte in der Entwicklung, aber es bleibe viel zu tun. Um die Ziele schneller zu erreichen, müsse insbesondere der Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben werden. Sachsen-Anhalt rechnet allein bis 2030 mit einem für die Wasserstoffproduktion notwendigen Zubau von je fünf Gigawatt an Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen.

Das Ziel von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), zwei Prozent der Landesfläche in Deutschland für Windenergie zu reservieren, könnte den Prozess voranbringen. Willingmann unterstützt dieses Ziel. Aktuell sind nach Angaben des Energieministeriums in Magdeburg rund 1,08 Prozent der Fläche für die Nutzung von Windenergie gesichert. Auf weiteren 0,7 Prozent stehen Windenergieanlagen außerhalb ausgewiesener Vorrang- beziehungsweise Eignungsgebiete, bei denen derzeit kein Repowering, also ein Ausbau zu mehr Leistung erfolgen kann.

© dpa
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