Gipfel bei Haseloff soll Lösungen für Energiekrise aufzeigen

Steigende Preise für Verbraucher, hohe Belastungen für Wirtschaft und Kommunen: In zwei Wochen findet in Sachsen-Anhalt ein Energiegipfel statt. Was ist zu erwarten?
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff in der Walzengießerei Quedlinburg. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) lädt Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Kommunen zu einem Energiegipfel ein. Dabei sollen mögliche Lösungen in der Energiekrise besprochen werden. Der Austausch findet am 16. August in Magdeburg statt. «Bürger, Kommunen und Wirtschaft stehen aufgrund der Energiepreise vor großen Herausforderungen», sagte Haseloff am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Beispielsweise sei die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen aufgrund der hohen Preise gefährdet. «Auch die Kommunen haben hohe Mehrkosten, für die Bürger steigen die Lebenserhaltungskosten stark an. Es geht darum, ein Lagebild zu erlangen und Auswege zu erörtern.»

Teilnehmen sollen neben Mitgliedern der Landesregierung unter anderem Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, der Bundesnetzagentur, von Wirtschaftsverbänden sowie von energieintensiven Unternehmen aus Sachsen-Anhalt. Nach Angaben der Staatskanzlei werden aktuell bereits verschiedene Optionen geprüft, beispielsweise ein möglicher Schutzschirm für die Kommunen.

Sachsen-Anhalts Städte und Gemeinden hatten zuletzt auf einen Schutzschirm für die Absicherung der kommunalen Versorgungssicherheit gedrungen. Dieser könne beispielsweise Ausfallbürgschaften und Kreditabsicherungen durch die Investitionsbank gegenüber kommunalen Unternehmen der Energie- und der Wohnungswirtschaft beinhalten, hieß es in einem Brief an Haseloff. Die Kommunen befürchten, dass die Energie- und Wohnungsunternehmen durch Mietrückstände oder den Ausfall von Betriebskostenzahlungen in finanzielle Notlagen geraten und so Liquiditätsprobleme entstehen könnten.

Zum Energiegipfel soll auch eine von der Landesregierung eingerichtete interministerielle Arbeitsgruppe erste Ergebnisse zu möglichen Maßnahmen in der Energiekrise vorlegen. Dabei geht es unter anderem um Einsparpotenziale in öffentlichen Gebäuden.

© dpa
Weitere News
Top News
Fußball news
Fußball-WM: Kamerun trotz historischem Sieg gegen Brasilien raus
People news
Kriminalität: Tod von US-Rapper Takeoff: 33-Jähriger unter Mordverdacht
People news
Internet: Twitter sperrt Kanye West erneut
Games news
Featured: Pokémon Karmesin & Purpur: Diese Pokémon triffst Du in den neuen Spielen
Reise
Gestörte Zugverbindungen: Bahnstreik in Frankreich bremst Verkehr nach Deutschland aus
Handy ratgeber & tests
Featured: Waagen-Apps für Apple Watch: Diese synchronisieren sich mit dem iPhone
Das beste netz deutschlands
Warntag: Ist Cell Broadcast auf Ihrem Smartphone aktiv?
Auto news
Auf dem Prüfstand: ADAC: Synthetische Kraftstoffe im Test ohne Probleme
Empfehlungen der Redaktion
Regional sachsen anhalt
Energieversorgung: Finanzminister: Liquidität der Stadtwerke ist gesichert
Regional sachsen anhalt
Energie: Energiekrise: Kommunen fordern Schutzschirm des Landes
Regional sachsen anhalt
Kabinett: Regierung: Schwierige Zeiten kommen auf Sachsen-Anhalt zu
Regional sachsen
Inflation: Wirtschaftskammern in Sachsen warnen vor «Energieinfarkt»
Regional sachsen anhalt
Energie: Energiegipfel: Mehr Hilfen für Wirtschaft und Bürger
Regional sachsen anhalt
Kabinett: Haseloff vor Energiegipfel: Geschlossenheit dokumentieren
Regional sachsen anhalt
Energie: Energiekosten: Haseloff macht Druck auf den Bund
Regional sachsen anhalt
Energie: Linken-Chefin Böttger setzt bei Demos auf breite Bündnisse