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Deutsche Klosterlandschaften bekommen EU-Kulturerbe-Siegel

Die Klosterlandschaft Pforte ist Teil eines Projekts mit 16 weiteren Klöstern aus fünf europäischen Ländern - und auf dem Weg zu einer besonderen Auszeichnung. Eine Apfelsorte spielt dabei eine Rolle.
Doberaner Münster
Der Innenraum mit Kreuzaltar des Doberaner Münster. © Jens Büttner/dpa

Die Zisterziensischen Kulturlandschaften tragen nun offiziell das Europäische Kulturerbe-Siegel - zu ihnen gehört in Sachsen-Anhalt die Klosterlandschaft Pforte. Damit wird ihre Schlüsselrolle in der europäischen Geschichte und Kultur gewürdigt, teilte die EU-Kommission am Donnerstag mit. Die Bewerbung um das Siegel koordinierte nach Angaben der Kultusministerkonferenz federführend der Landkreis Bamberg für 17 zisterziensische Klosterlandschaften in Mitteleuropa. Die Landschaften befinden sich in Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen und Slowenien.

Der Zisterzienserorden stammt nach Angaben der EU-Kommission von den Benediktinern ab und wurde 1098 in Citeaux in Frankreich gegründet. Er habe sich in ganz Europa verbreitet, insbesondere in Mitteleuropa. Der Orden habe wichtige Beiträge zur Kultur und Technologie im mittelalterlichen Europa geleistet und Abteien in vielen europäischen Ländern finanziert. «Das Netzwerk der Zisterzienser hat daher einen historischen paneuropäischen Charakter», so die EU-Kommission.

In Deutschland gibt es in mehreren Bundesländern entsprechende Kulturerbestätten. Der Landkreis Bamberg weist im Internet etwa die Abtei Altenberg nordöstlich von Köln, die Zisterze Bronnbach in Baden-Württemberg und das Kloster Waldsassen in Bayern, nahe der Grenze zu Tschechien, aus.

Das Kloster Pforte war ebenfalls Heimat der Zisterziensermönche und wichtiges Zentrum der Macht. Es wurde im Jahr 1132 gegründet. Ein Beispiel für die Arbeit der Zisterzienser sei der Borsdorfer Apfel. «Von Zisterziensern der Abtei Pforte gezüchtet, zählt er zu einer der bedeutendsten Apfelsorten des Mittelalters. Er fand als einzige Apfelsorte eine Verbreitung derartigen Ausmaßes, die sich zuletzt über die gesamte damals bekannte Welt erstreckte», heiß es im Online-Auftritt des Kloster Pforte. Die hierzulande nahezu verschwundene Apfelsorte solle wieder in ihre alte Heimat im Saaletal gebracht werden, in einen Schaugarten, der die gärtnerischen Fähigkeiten der Zisterzienser zeige.

© dpa
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