Prinz von Anhalt nennt Charles III. volksnah und freundlich

Eduard Prinz von Anhalt sieht seinen Cousin König Charles III. auf die Aufgaben als britisches Staatsoberhaupt gut vorbereitet. Großbritanniens neuen König nennt er volksnah. «Er ist freundlich und besitzt eine gehörige Portion Humor, wird in der neuen Funktion aber zurückhaltender mit Meinungsäußerungen auftreten als zuvor», sagte das 80 Jahre alte Oberhaupt des Hauses Anhalt-Askanien am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Eduard Prinz von Anhalt wird die Beisetzung der Queen am kommenden Montag für RTL-Zuschauer live kommentieren.
Eduard Prinz von Anhalt steht im Wörlitzer Park während eines Besuchs des britischen Thronfolgers. © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Für den Fernsehsender hat der in Ballenstedt (Landkreis Harz) geborene Prinz insgesamt 76 Folgen der Serie «Adel verpflichtet» moderiert, zu seinen ersten Gästen zählte Prinz Charles.

«Selbstverständlich trauere ich um die Queen, aber ein bisschen stolz bin ich schon, dass mein Cousin Charles nun König ist.» Als Thronfolger habe der «Prinz mit dem grünen Daumen» insbesondere in Umwelt-Fragen eine deutliche Position vertreten. «Er galt schon als ein Grüner, als dieser Begriff in Deutschland noch gar nicht populär war.»

Dessen verstorbene Mutter Königin Elisabeth II. sei eine Institution gewesen, die er jedem Land nur wünschen würde: «So viel Liebe wie sie gegeben hat. Und obwohl sie sich als Staatsoberhaupt nicht in die Politik einmischen durfte, hat sie sich mit jedem Thema intensiv auseinandergesetzt.» Dass Millionen von Menschen stundenlang anstehen, um sich in der Westminster Hall von ihr zu verabschieden, sei sehr beeindruckend.

Die Familie Mountbatten-Windsor kennt Eduard von Anhalt durch viele Begegnungen. Über seinen Großonkel Aribert von Anhalt, der mit der jüngsten Tochter der britischen Queen Victoria verheiratet war, ist der in Berlin lebende Journalist und Buchautor verwandtschaftlich mit den Royals verbunden. «Auch über die Welfen auf dem englischen Thron gab es in früherer Zeit schon familiäre Verbindungen zum Haus Anhalt.» Den 70. Geburtstag vom heute 73 Jahre alten Charles konnte Eduard von Anhalt mit den Royals im Schloss Windsor feiern. Besonders gern erinnert er sich an die Gespräche mit dem 2021 gestorbenen Prinz Philip, dem Ehemann der Queen.

Anfang Mai 2019 hatte der damalige Thronfolger Charles den Wörlitzer Park in Sachsen-Anhalt besucht und dabei auch seinen Cousin Eduard gesprochen. «Er wird sich fast wie zu Hause gefühlt haben, wurde doch der Park, ab 1769 auf Veranlassung meines Vorfahren, des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, im Stil eines englischen Landschaftsgartens eingerichtet», erzählt Eduard von Anhalt. Bei jenem Aufenthalt hatte sich Prinz Charles, seit 1999 Schirmherr des Parks, außergewöhnliche Pflanzen erklären lassen und einen Laubbaum, eine Mehlbeere, gepflanzt.

© dpa
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