Baerbock will sichere Lieferketten im Gesundheitsbereich

Deutschland soll bei der Versorgung mit Medikamenten und anderen medizinischen Produkten nicht von einer Region abhängig sein - das ist der Plan der Bundesregierung. Sie arbeitet an einer nationalen Sicherheitsstrategie.
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen), spricht nach ihrem Besuch bei Novartis mit Journalisten. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat am Donnerstag bei einem Besuch in Sachsen-Anhalt den Wert einer sicheren Gesundheitsversorgung betont. Lieferketten müssten so aufgestellt werden, «dass wir nicht von einem Land, von einer Region komplett abhängig sind», sagte Baerbock nach dem Besuch beim Pharmaunternehmen Novartis in Barleben (Landkreis Börde).

Während der Corona-Pandemie habe man «auf schmerzhafte Art und Weise gesehen», wie der Ausfall von Lieferketten die Gesundheit von Menschen gefährden könne. Am Anfang hätten Plastikhandschuhe und Masken gefehlt, später sei es um Antibiotika gegangen. Eine sichere Versorgung mit Medikamenten sei wichtig, sagte die Grünen-Politikerin. Dafür brauche es eine stärkere Vernetzung im Gesundheitsbereich in Europa.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung von Novartis in Deutschland, Heinrich Moisa, sprach sich für eine Stärkung der pharmazeutischen Industrie aus, um künftige Herausforderungen meistern zu können. «Jeder zehnte Patient in Deutschland erhält ein Medikament hier aus Barleben, aus dieser Fabrik», sagte er. Am Standort arbeiten nach Angaben des Unternehmens rund 1300 Mitarbeiter.

Außenministerin Baerbock will auf ihrer mehrtägigen Deutschlandreise Informationen und Anregungen für eine Sicherheitsstrategie sammeln. Am Rande des Termins äußerte sie sich auch zu den wieder aufgenommenen Gaslieferungen Russlands durch die Pipeline Nord Stream 1. «Der heutige Tag unterstreicht, auch wenn jetzt eine Ankündigung da ist, dass das Gas wieder fließt, dass dieser Krieg eben nicht nur mit Waffen gegenüber der Ukraine geführt wird», sagte sie. Hybride Kriegsführung bedeute, dass auch Energieabhängigkeiten als Mittel benutzt würden.

«So willkürlich wie der russische Präsident von einem Tag auf den anderen Ziele in der Ukraine bombardiert, so verfährt er auch mit der Frage Ernährungssicherheit, mit der Frage Energiesicherheit.» Wenn man Sanktionen und Maßnahmen ergreife, müsse man diese so vorbereiten, dass man sie auf Dauer durchhalten könne, betonte die Grünen-Politikerin.

© dpa
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