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BSW plant bis Jahresende Landesverbände in ganz Deutschland

Die Mitgliederzahl des Bündnisses Sahra Wagenknecht ist bisher überschaubar. Aus gutem Grund, so die Parteispitze. Trotzdem soll es noch in diesem Jahr zwölf weitere Landesverbände geben.
Amira Mohamed Ali vom Bündnis Sahra Wagenknecht
Amira Mohamed Ali, Covorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), spricht bei einer BSW-Wahlkampfveranstaltung auf dem Marktplatz in Bremen. © Focke Strangmann/dpa

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) will nach Angaben von Co-Parteichefin Amira Mohamed Ali noch in diesem Jahr in ganz Deutschland mit Landesverbänden vertreten sein. «Natürlich liegt der Schwerpunkt im Moment auf den drei Landesverbänden mit anstehenden Landtagswahlen», sagte die frühere Linksfraktionschefin der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Mittwoch). «Außerdem wollen wir bis Jahresende die zwölf noch fehlenden Landesverbände gründen.»

Bislang hat das BSW Landesverbände in Brandenburg, Sachsen und Thüringen, wo im September Landtagswahlen anstehen, sowie im Saarland. Die aktuelle Mitgliederzahl beziffert die Co-Chefin auf gut 700. «Die Erfahrungen zeigen: Jungen Parteien droht bei einem unkontrollierten Mitgliederzuwachs, frühzeitig ins Chaos zu verfallen und politisch in der Versenkung zu verschwinden», sagte sie. «Der Weg des kontrollierten Wachstums ist erfolgreich und wird unser Leitbild bleiben.»

Als Bundespartei hatte sich die Partei um die Ex-Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht im Januar formiert. Der Erfolg des BSW bei der Europawahl und neue Umfragewerte aus Thüringen haben die Debatte über Koalitionen mit der neuen Partei in ostdeutschen Bundesländern zuletzt weiter angeheizt.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) übte scharfe Kritik an solchen Diskussionen. Im Gespräch mit dem «Stern» sprach er von einer Gespensterdebatte über eine Partei, die auf Länderebene kaum erkennbar sei. «Das ist eine Partei, die marxistische und rechte Positionen populistisch mischt und dazu noch den Namen ihrer Gründerin trägt. Das ist absurd und sehr nahe am Personenkult», so Haseloff. Wagenknecht sei aus seiner Sicht ein reines Medienprodukt.

© dpa
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