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Borkenkäfer war im Sommer weniger aktiv als in den Vorjahren

Im Vergleich zu den Vorjahren fiel der Sommer im Harz etwas feuchter und teilweise auch etwas kühler aus. Hat das zu einer Entspannung beim Befall durch den Borkenkäfer geführt?
Borkenkäferschäden im Harz
Abgestorbene Fichten stehen auf einer Waldfläche im Harz. © Swen Pförtner/dpa

Die Schäden durch den Borkenkäfer im Harz sind im Sommer geringer ausgefallen als zuletzt. «Höhere Niederschläge haben das Blatt zu Gunsten der Bäume gewendet», sagte Michael Rudolph, Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten. Nichtsdestotrotz seien inzwischen etwa 95 Prozent des Landeswaldes im Harz durch den Borkenkäfer zerstört worden. Das entspreche einer Fläche von 32.000 Hektar.

«Das ist letztlich auch der Hauptgrund für den Rückgang des Borkenkäferbefalls», sagte Rudolph, «es gibt gar nicht mehr so viele Bäume, die befallen werden können». Bis August seien 382.000 Kubikmeter Fichtenholz dem Schädling zum Opfer gefallen. Zum Vergleich: In den Vorjahren waren es jeweils über das gesamte Jahr gesehen stets über eine Million Kubikmeter. Bis zum kommenden Frühjahr würden noch in diesem Jahr befallene Bäume aus den Wäldern geholt.

Seit 2018 gibt es im Harz ein immenses Baumsterben. Damals warf der Orkan Friederike zahlreiche Bäume um. Das Totholz in Verbindung mit der vielen Trockenheit der folgenden Jahre führte zu einer besonders starken Ausbreitung des Borkenkäfers. Das ist laut Experten nicht zuletzt dem Klimawandel zuzuschreiben. Im Harz werden vor allem die Fichtenbäume, die dort in der Vergangenheit in Monokulturen gepflanzt wurden, vom sogenannten Buchdrucker-Käfer befallen.

Durch den teils ausgiebigen Regen im Sommer hätten die Waldarbeiter es erstmals seit Jahren geschafft, dem Borkenkäfer zuvorzukommen. «Wir konnten befallene Bäume aus dem Wald holen, bevor die Käfer wieder ausgeflogen sind und neue Bäume angegriffen haben», erklärte Rudolph. Zudem hätten die Förster mehr Zeit gehabt, um neue Bäume anzupflanzen oder liegen gebliebene Arbeiten zu erledigen und etwa Waldwege oder Seen freizuräumen. Dabei sei es im Frühjahr zunächst heftig losgegangen, da viele Käfer überwintert hätten. «Die zweite Generation konnte sich dann aber nicht mehr so stark ausbreiten.»

Weiterhin würden nicht alle toten Bäume aus den Wäldern geholt. Als sogenannte Dürrstände blieben einige stehen. Solange diese noch stabil seien, würden nun schattenverträgliche Bäume dort angepflanzt. Wenn die toten Bäume dann wie Mikadostäbe einbrächen, würden sie die jungen Bäume vor Wildtieren und Wind schützen.

© dpa
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