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Bahn: Betriebsprobleme nicht kurzfristig lösbar

Im Infrastrukturausschuss des Landtags stellen sich am Freitag zwei Bahnvertreter den Fragen der Abgeordneten. Es geht um den Zustand des Bahnbetriebs im Land. Eine schnelle Lösung der Probleme halten die Experten für unwahrscheinlich.
Gleise im Gleisbett
Gleise sind an einem Bahnhof im Schotterbett verlegt. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Angesichts anhaltender Verspätungen und Zugausfälle in Sachsen-Anhalt gehen Bahnvertreter von einem jahrelangen Prozess bei der Behebung der Probleme aus. Die schlechte Betriebslage im Land habe zumeist Ursachen mittel- oder langfristiger Natur, sagte Martin Walden, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, am Freitag im Infrastrukturausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt. Das Kernproblem, dass in der Vergangenheit nicht genug in die Infrastruktur investiert worden sei, könne man nicht kurzfristig lösen.

Die aktuelle Situation sei auch für die Bahn nicht zufriedenstellend, sagte Walden. «Das genügt auch unseren Ansprüchen nicht.» Konkret nannte Walden den Sanierungsbedarf der alten, analogen und störanfälligen Anlagen sowie den Personalmangel. Den Sanierungsstau gelte es in einer gewaltigen Kraftanstrengung aufzuheben - dafür brauche es aber vor allem hohe Investitionen. Dem Personalmangel etwa bei Fahrdienstleitern steuere die Bahn mit «beispiellosen» Rekrutierungsanstrengungen entgegen.

Ein ähnliches Bild des Eisenbahnbetriebs in Sachsen-Anhalt malte im Ausschuss der Geschäftsführer der Nahverkehrsservicegesellschaft Sachsen-Anhalt NASA, Peter Panitz. Die Pünktlichkeit nehme ab, Züge fielen aus. Die Infrastruktur werde sowohl durch interne Störungen wie defekte Anlagen als auch durch externe Störungen wie Witterung oder Bombendrohungen beeinträchtigt. Die Krankenquote des Personals sei seit der Coronapandemie gestiegen, zudem sei nicht für genug Nachwuchs gesorgt worden. Deswegen sei das Problem «nicht kurzfristig lösbar», betonte er ebenso wie sein Kollege von der Deutschen Bahn.

Der Schwellentausch infolge des Bahnunglücks in Garmisch-Partenkirchen im Juni 2022 schreite derweil weiter voran, erklärte Walden. Bis Ende des Jahres sollen 300.000 Betonschwellen in der Region ersetzt worden sein, weitere 400.000 sollen im kommenden Jahr ausgetauscht werden.

Bei dem Unglück in Garmisch-Patenkirchen war ein Regionalzug entgleist. Es gab zahlreiche Schwer- und Leichtverletzte, vier Frauen sowie ein 13-Jähriger starben bei dem Unfall.

Die Bahn begann einige Wochen später damit, bundesweit Betonschwellen zu überprüfen und auszutauschen. Besonders betroffen vom nötigen Schwellentausch waren Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.

© dpa
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