Brand im Nationalpark Harz gelöscht: Aufräumarbeiten laufen

Unwegsames Gelände und viele tote Bäume erschwerten die Löscharbeiten bei dem Waldbrand im Harz. Am frühen Sonntagmorgen kam dann aber die gute Nachricht: Das Feuer ist aus. Es bleibt einiges zum Aufräumen.
Ein Löschhubschrauber hilft bei der Brandbekämpfung. © Matthias Bein/dpa/Archivbild

Der Waldbrand am Brocken im Nationalpark Harz ist nach umfangreichen Löscharbeiten erfolgreich bekämpft: Am frühen Sonntagmorgen konnte «Feuer aus» verkündet werden, wie die Stadt Wernigerode mitteilte. Damit sei die Übergabe der Brandsicherheitswache an den Nationalpark Harz erfolgt, die mindestens bis Montagabend aufrechterhalten werde. Die Einsatzkräfte der lokalen Feuerwehr sind weiterhin vor Ort und nehmen Aufräumarbeiten vor. In der Nacht waren den Angaben zufolge noch etwa 30 Einsatzkräfte und 10 Fahrzeuge von Feuerwehr und THW im Einsatzgebiet tätig.

Der Brand war am Donnerstag nahe der Ortschaft Schierke ausgebrochen. Den Angaben der Stadt Wernigerode zufolge brannte es auf einer Fläche von 13 Hektar. Etliche Kräfte der Feuerwehr kämpften seitdem bei sommerlichen Temperaturen gegen das Feuer. Oft waren mehrere Hundert Feuerwehrleute gleichzeitig im Einsatz, die regelmäßig ausgewechselt wurden. Die Kräfte kamen in den vergangenen Tagen den Angaben zufolge aus vielen verschiedenen Orten in Sachsen-Anhalt und teilweise auch aus Niedersachsen.

Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der Topografie schwierig. Auch hohe Totholz-Bäume bildeten insbesondere am Freitag eine akute Gefahr, weil Baumspitzen und Äste herabfallen konnten. Das Brandgebiet konnte daher zeitweise nicht betreten werden.

Ein bereits am Donnerstag angeforderter Hubschrauber konnte den Angaben zufolge wegen eines Defekts nicht eingesetzt werden. Erst am Freitag waren dann vier Hubschrauber von Bundeswehr, Bundespolizei und von einem Privatunternehmen im Auftrag des niedersächsischen Innenministeriums im Einsatz. Am Samstag startete der Hubschrauber der Bundeswehr dann erneut. Mit Entspannung der Lage wurde der Einsatz aber am Mittag wieder beendet. Bei der örtlichen Beurteilung der Lage sei festgestellt worden, dass der weitere Einsatz des Hubschraubers nicht mehr erforderlich sei, sagte ein Sprecher der Bundeswehr.

Die Feuerwehrleute löschten vom Boden aus weiter. Die Gefahr für die Kameradinnen und Kameraden war am Samstag schon gebannt. Viele Bäume waren schon komplett verbrannt, vereinzelt mussten noch Glutnester beseitigt werden. Die Lage entspannte sich zusehends.

Auch ein am Samstag etwa 100 Kilometer weiter nördlich an der Grenze von Sachsen-Anhalt und Niedersachsen ausgebrochener Brand konnte inzwischen gelöscht werden. Die letzten Fahrzeuge sollten noch am Abend zurück im Gerätehaus sein, sagte ein Sprecher der Feuerwehr in der Altmark. Auch Feuerwehrleute aus Niedersachsen waren laut der Polizei Gifhorn an den Löscharbeiten beteiligt. Der Brand sei aber nicht auf Niedersachsen übergesprungen. Ersten Schätzungen zufolge war zwischen dem Beetzendorfer Ortsteil Mellin im Altmarkkreis Salzwedel und Brome im Landkreis Gifhorn eine Fläche von rund zehn Hektar betroffen.

© dpa
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