Arbeitslosigkeit sinkt weiter: Krieg dämpft Erwartungen

Die Frühjahrsbelebung setzt sich auch im März am Arbeitsmarkt fort. Doch die Unternehmen zeigen sich in Sachsen-Anhalt angesichts des Krieges in der Ukraine vorsichtiger.
Ein Schild steht vor einem Standort der Agentur für Arbeit. © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Die Frühjahrsbelebung hält weiter Einzug auf dem Arbeitsmarkt: In Sachsen-Anhalt setze sich laut Experten die bereits im Februar sichtbare positive Beschäftigungsentwicklung im März fort. Rund 77.300 Arbeitslose waren zur Monatsmitte im Land registriert, knapp 2400 weniger als im Februar und 11.900 weniger als im Vorjahr. Das teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mit. Die Arbeitslosenquote sank von Februar um 0,2 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent im März. Im Vorjahresmonat lag die Quote bei 8,0 Prozent.

«Zum Ende des ersten Quartals 2022 sank die Arbeitslosigkeit weiter, jedoch nicht so stark wie in den Vorjahresmonaten», sagte der Chef der Regionaldirektion, Markus Behrens. Wirft der Krieg in der Ukraine hier bereits seinen Schatten auf den Arbeitsmarkt voraus? Behrens berichtete, Arbeitgeber meldeten zumindest weniger neue Arbeitsstellen, was auch an der Unsicherheit in Folge des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen gestiegenen Kosten liegen könne. Dies zeigten auch mehr Anzeigen auf Kurzarbeit im verarbeitenden Gewerbe und im Transportwesen.

Der Krieg in der Ukraine und die Ankunft Geflüchteter werde in den nächsten Wochen Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen, vermutete Behrens. Die Arbeitsagenturen bereiteten «die qualifikationsadäquate Integration in den Arbeitsmarkt vor».

Aus dem Gesundheitswesen habe es infolge der einrichtungsbezogenen Impfpflicht noch keine vermehrten Arbeitslosmeldungen gegeben, sagte Behrens. Volle Auftragsbücher vor allem im Handwerk sowie die anstehenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen würden die Frühjahrsbelebung weiter beschleunigen.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist laut Regionaldirektion im März leicht zurückgegangen. Arbeitgeber meldeten den Arbeitsagenturen in Sachsen-Anhalt im März 3800 neue Stellen, das waren jeweils 900 weniger als im Vormonat und als vor einem Jahr. Rund 20 Prozent der neu gemeldeten Stellen kamen aus dem Bereich der Zeitarbeit.

Unterdessen meldeten sich knapp 4200 Menschen im März in Sachsen-Anhalt arbeitslos. Das waren etwa 800 weniger als im Vormonat und 300 weniger als vor einem Jahr. Die meisten Arbeitslosmeldungen von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten kamen aus der Arbeitnehmerüberlassung, den Kfz-Betrieben, dem Gesundheits- und Sozialwesen und dem verarbeitenden Gewerbe.

Bundesweit ist die Zahl der registrierten Arbeitslosen in Deutschland im März ebenfalls gesunken. Rund 2,36 Millionen Menschen hatten keinen Job, 66.000 weniger als im Vormonat und 465.000 weniger als im März 2021, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,1 Prozent.

© dpa
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