Magdeburger Abwehrschnitzer kosten Punkt gegen Holstein Kiel

Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg wartet weiter auf den ersten Heimsieg und kämpft mit Problemen in Angriff wie Verteidigung. Auch beim 1:2 gegen Holstein Kiel bringt ein individueller Fehler die Elbestädter auf die Verliererstraße.
Die Mannschaft von Holstein Kiel jubelt ihren Fans nach dem Treffer zum 1:2 zu. © Andreas Gora/dpa

Der 1. FC Magdeburg kann daheim nicht gewinnen. Auch das zweite Heimspiel ging für den Zweitliga-Aufsteiger gegen Holstein Kiel trotz einer ansprechende Leistung mit 1:2 (1:1) verloren. Wie zuletzte gegen Eintracht Frankfurt scheiterte der FCM dabei an individuellen Fehlern in der Defensive und einer schwachen Chancenverwertung.

Magdeburg begann das vierte Pflichtspiel der Saison mit der vierten Aufstellung in der Viererkette: Silas Gnaka ersetzte Daniel Elfadli (Bank) als Rechtsverteidiger. Vorn begann Baris Atik, obwohl der Topscorer aus der Aufstiegssaison immer noch an einer Bänderdehnung mit Ödem laboriert.

Die Elbestädter starteten gewohnt druckvoll, erspielten sich aber aus dem Ballbesitz heraus zu wenige Abschlüsse. Defensiv wirkten die Gastgeber zwar stabiler, doch bei der Standardverteidigung fehlte die Souveränität - das 0:1 durch Marco Komenda nach einer Ecke war symptomatisch, der Schuss noch von Abwehrmann Jamie Lawrence abgefälscht.

Der Führungstreffer spielte den Gästen natürlich in die Karten, die nun noch massiver standen und die Räume im Strafraum zustellten. Wenn Magdeburg dann doch einmal die Lücke fand, vergaben die Elbestädter teils kläglich: Connor Krempicki (36.) bugsierte den Ball freistehend über das leere Tor. Besser machte es Jason Ceka (43.), der sich im Strafraum schön drehte und zum Ausgleich einnetzte.

«Nach dem Rückstand haben wir das Spiel klar kontrolliert, haben den Gegner hinten rein gedrängt. Da muss das Spiel zu Pause eigentlich auf unserer Seite sein», sagte FCM-Trainer Christian Titz enttäuscht.

Als die Gäste mit mehr Offensivdrang aus der Kabine kamen, vermochte es der FCM nicht, sich auf die veränderte Situation einzustellen, profitierte aber zunächst von Ungenauigkeiten in der Holstein-Offensive. Eigene Angriffe brachte der FCM allerdings nicht mehr zustanden. Ein Aussetzer in der Defensive brachte den FCM dann wieder in Rückstand. Lawrence (57.) wurde überlaufen und foulte Steven Skrzybski im Strafraum - Gelb-Rote Karte, Strafstoß und der erneute Rückstand durch Benedikt Pichler waren die Folge. «Die Szene hat das Spiel gegen uns entschieden. In Unterzahl waren wir nicht in der Lage, das Spiel noch mal zun drehen», sagte Titz. Der FCM mühte sich zwar nach Kräften, eine Ausgleichschance ergab sich jedoch nicht mehr.

Klar ist so schon jetzt, dass der FCM auch gegen St. Pauli in der Abwehr umbauen muss. Dennoch muss die Mannschaft von Trainer Christian Titz die defensiven Abstimmungsprobleme in den Griff bekommen, um nicht schon früh in der Tabelle abzurutschen. «Wenn wir unseren Spielstil und die Abläufe weiter drin haben, werden wir auf jeden Fall punkten», sagte Ceka.

© dpa
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