Fußball-Spektakel in Kaiserslautern: 4:4 gegen Magdeburg

Nach einem offenen Schlagabtausch über 97 Minuten mussten sich der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FC Magdeburg die Punkte teilen. Das 4:4 ist ein Ergebnis, mit dem beiden Clubs gut Leben konnten
Kaiserslauterns Mannschaft jubelt nach einem Treffer. © Uwe Anspach/dpa

1:0, 1:3, 4:3, 4:4: Nach dem offenen Schlagabtausch der beiden Fußall-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern und 1. FC Magdeburg, dürften die 35.643 Zuschauern ziemlich euphorisiert das Fritz-Walter-Stadion verlassen haben. 97 Minuten dauerte das spannende Spektakel am Sonntag. In einem Spiel, über das in beiden Lagern noch lange gesprochen werden dürfte, teilten sich die Clubs nach dem 4:4 (3:4) die Punkte. Der Aufsteiger aus der Pfalz bleibt mit elf Zählern aus sechs Partien im oberen Tabellendrittel.

«Das war ein wilder Ritt. Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass wir den Sieg heute nicht verdient hatten. Wir können mit dem Ergebnis insgesamt ganz gut leben», bekannte Lautern-Trainer Dirk Schuster ehrlich. Vor allem die Darbietung seines Teams vor der Pause missfiel Schuster. Obwohl Kaiserslautern durch Terrence Boyd nach sieben Minuten in Führung gegangen war, präsentierte sich die Abwehr der Pfälzer danach phasenweise völlig verunsichert. Binnen elf Minuten drehten die Gäste durch den starken Moritz Kwarteng (11./22. Minuten) und Mohammend El Hankouri (17.) das Spiel. «Wir haben Fehler gemacht», kritisierte Schuster.

Der 54 Jahre alte Coach hatte Neuzugang Philipp Klement, der erst am Donnerstag von Bundesligist VfB Stuttgart verpflichtet worden war, direkt in die Startelf beordert. «Das war für mich ein guter Start, zumindest offensiv. Defensiv kann man sicher noch einiges verbessern», meinte Klement, der von 2004 von 2011 in der FCK-Jugend spielte, nach seinem Comeback als Profi. Schuster war vom ersten Auftritt des 29-Jährigen angetan: «Mit seiner Ballsicherheit ist er großer Gewinn. Ich bin sehr froh, dass er so ein Debüt gegeben hat.» Klement war es auch, der in der 40. Minute den für den etwas schmeichelhaften 2:3-Halbzeitstand durch Boris Tomiak vorbereitete.

Nach Wiederanpfiff stellte Schuster auf eine Dreierkette um und brachte mit dem ebenfalls in dieser Woche vom SC Paderborn verpflichteten Robin Bormuth einen zusätzlichen Abwehrspieler. Fortan stand der Gastgeber in der Defensive besser und war vorne sofort gefährlich. Philipp Hercher gelang nach 47 Minuten der 3:3-Ausgleich.

Als Mike Wunderlich nach 66 Minuten einen an Klement verschuldeten Foulelfmeter verwandelte, schienen die Pfälzer sogar auf der Siegerstraße, doch ein unglückliches Eigentor Tomiaks zehn Minuten vor dem Abpfiff sorgte für den insgesamt verdienten 4:4-Endstand. «In der zweiten Halbzeit haben wir bis zum 4:3 sehr gut gespielt. Danach waren wir aber wieder etwas zu passiv und der Gegner ist wieder mehr aufgekommen. Mit dem 4:4 haben wir die Quittung dafür bekommen», sagte Klement.

© dpa
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