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19-Jährige erstochen, angezündet und vergraben: Geständnis

Wochenlang suchte die Polizei Anfang des Jahres zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachsen nach einer 19-jährigen. Jetzt hat ihr Geliebter die Tötung gestanden - bestreitet aber einen Mord.
Gerichtsbank
Ein Schild mit der Aufschrift "Angeklagter" wird auf die Gerichtsbank gestellt. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Im Mordprozess um den gewaltsamen Tod einer 19-Jährigen aus Klötze in Sachsen-Anhalt hat der Angeklagte eingeräumt, die Jugendliche erstochen zu haben. Die junge Frau habe den 42 Jahre alten Mann mit einem Messer zum Sex zwingen wollen, verlas eine der Verteidigerinnen des Mannes am Freitag aus einer Erklärung ihres Mandanten. «Ich wollte ihr das Messer abnehmen», hieß es darin. «Ich habe irgendwie zugestochen, wie oft weiß ich nicht mehr.»

Im März dieses Jahres war die 19-Jährige aus Sachsen-Anhalt, die unter anderem als Fußballschiedsrichterin aktiv war, verschwunden. Erst nach mehreren Wochen wurde ihre Leiche in einer Kiesgrube im niedersächsische Bahrdorf gefunden - rund 40 Kilometer von Klötze in Sachsen-Anhalt entfernt. Wie vor Gericht dargestellt wurde, wurde die junge Frau in einer von einem Bagger ausgehobenen Grube in etwa 1,80 Meter Tiefe gefunden. Der Körper sei vor dem Begraben angezündet worden.

Er habe die Frau getötet, verlas die Verteidigerin aus der Erklärung des Angeklagten. «Ich verzeihe mir selbst nicht dafür.» Nach den Schilderungen des 42-Jährigen lernten sich die beiden 2015 im Fußballverein kennen, wo er Trainer war. Vor drei Jahren habe sich dann eine Beziehung entwickelt, so der verheiratete Vater von drei Kindern.

Am Tattag haben die beiden einen Ausflug unternommen, dann habe seine Geliebte ihn zum Sex gedrängt. Sie habe unbedingt ein Kind gewollt, so der Angeklagte. Sie habe ihn daher mit einem Messer bedroht, das schließlich der Mann im weiteren Verlauf in die Hand bekam.

Aus Angst habe er nach der Tat die Leiche versteckt und dann nach einigen Tagen mit einem Bagger in der Kiesgrube vergraben. Er habe noch ein Kuscheltier in das Grab gelegt; habe die Leiche aber auch verbrennen wollen, damit der Körper nicht von Tieren gefressen werde.

Beim Verlesen der Erklärung wischte sich der Angeklagte immer wieder mit Taschentüchern durch das Gesicht. Das Interesse an dem Fall war groß. Die 50 Plätze des Saals im Landgericht Stendal reichten nicht für Journalisten und Zuschauer.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord vor. Laut Anklage wurden bei der jungen Frau 32 Stichverletzungen gezählt. Die Mutter der Getöteten tritt in dem Verfahren als Nebenklägerin auf. Ihr Anwalt Holger Stahlknecht sagte nach dem Prozesstag, die Strategie der Verteidigung sei klar. Man wolle statt auf Mord auf Totschlag zielen. Die Vernehmung der ersten Zeugen habe aber bereits gezeigt, dass der Angeklagte nicht besonders glaubwürdig sei, so der Anwalt. Er variiere die Wahrheit immer wieder.

Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht dem Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe.

© dpa
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