Sachsens Universitäten kooperieren bei Wasserstoffforschung

Die Technischen Universitäten Chemnitz, Dresden und Freiberg wollen künftig stärker in der Wasserstoffforschung kooperieren. Sie haben sich dazu am Mittwoch zur «Sächsischen Wasserstoffunion» zusammengeschlossen. Ziel sei es, die bisherige Zusammenarbeit in Forschung und Lehre zu vertiefen und Synergien zu nutzen, hieß es. Zugleich gehe es darum, Forschungsergebnisse schneller in die Praxis zu übertragen und künftige Fachkräfte auszubilden.
Leitung für Wasserstoff in einer Anlage zur Produktion von CO2-neutralem Kerosin. © Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Aus erneuerbaren Energien gewonnener, sogenannter grüner Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger der Zukunft - etwa als Treibstoff für Flug- und Fahrzeuge oder als Ersatz für Gas und Energielieferant in der Industrie. Sachsens Wasserstoffstrategie sieht vor, eine Wasserstoffwirtschaft entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufzubauen.

Es sei gut, Kompetenzen zu bündeln, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei der Unterzeichnung eines Memorandums in Chemnitz. Wasserstoff sei eine kluge und vielfach nutzbare Technologie, damit könne Sachsen einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende und zum Umbau der Wirtschaft leisten. Die Bündelung der an den drei Universitäten bestehenden Kompetenzen verspreche noch mehr Erfolge, auch international. «Sachsen muss Industrieland bleiben, deshalb setzen wir auf diese Technologie», so der Regierungschef.

Chemnitz hatte 2021 den Zuschlag als Standort für ein nationales Wasserstoffzentrum erhalten, der Bund stellt dafür 72,5 Millionen Euro bereit. Die Wasserstoffforschung spiele an der Universität eine bedeutende Rolle, sagte Rektor Gerd Strohmeier. Vor allem zur Brennstoffzellentechnologie wird dort geforscht. An der TU Dresden arbeiten Wissenschaftler den Angaben zufolge in einem Verbundprojekt daran, wie sich dieser Treibstoff in Flugzeugen speichern lässt. Die Universität habe die klimafreundliche und nachhaltige Energieforschung zu einem neuen Forschungsschwerpunkt gemacht, betonte Rektorin Ursula Staudinger. «Wasserstoffwirtschaft wird Bestandteil einer klimaneutralen Energieversorgung sein.»

© dpa
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