Stiftung will vier Millionen Bäume pflanzen

Dürre, Stürmen und der Borkenkäfer haben in den vergangenen Jahren in Sachsen große Waldschäden angerichtet. Die Stiftung Wald will nun helfen. Ihr Ziel: für jeden Sachsen einen Baum pflanzen.
Fast abgestorbene Kiefern stehen in verschiedenen Waldgrundstücken an einer Landstraße. © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv

Zum Ausgleich der dramatischen Schäden in den sächsischen Wäldern durch Dürre, Stürme und Borkenkäfer-Befall will die Stiftung Wald in den nächsten Jahren rund vier Millionen Bäume pflanzen. Sie hat dazu die Kampagne «Mein Baum für Sachsen» ins Leben gerufen, die am Mittwoch in Mulda (Mittelsachsen) gestartet wird. Ziel sei es, bis 2027 so viele Spenden zu sammeln, dass für jeden Einwohner Sachsens ein Baum gepflanzt werden könne, sagte der Geschäftsführer der Stiftung, Henrik Lindner.

Die extremen Naturereignisse in den vergangenen Jahren haben dem Wald stark zugesetzt. «Das Problem in Sachsen ist nicht klein», sagte Lindner. Rund 30.000 Hektar seien durch Dürre, Stürme und Insekten vernichtet worden. Besonders dramatisch sei die Lage im Osten des Freistaates, also in der Sächsischen Schweiz und vor allem in der Lausitz. Mit der Aufforstungskampagne werde man die Flächen nicht wieder komplett füllen können. «Aber nichts tun ist keine Alternative. Jeder gepflanzte Baum ist ein Gewinn», sagte Lindner.

Die Stiftung sammelt gemeinsam mit der Marketing-Initiative des Freistaates «So geht sächsisch» Spenden. «Ein Baum kostet bei uns fünf Euro», sagte Lindner. «Mit dieser Summe können wir ihn kaufen, pflanzen, pflegen und schützen, bis er stark ist.» Für die Wiederaufforstungsprojekte arbeitet die Stiftung mit den Partnern zusammen, denen die betroffenen Waldflächen gehören. Das sind Kommunen, die Kirche, private Besitzer und auch der Staatsbetrieb Sachsenforst.

Die Stiftung Wald wurde 1996 mit Unterstützung des Freistaates gegründet. Sie kümmert sich in erster Linie um die Waldmehrung, denn Sachsen ist ein Bundesland mit vergleichsweise wenig Waldfläche. Dazu kommen der Waldumbau - und wegen der extremen Schäden in den vergangenen Jahren - nun auch die Wiederbewaldung.

© dpa
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