City-Bahn übernimmt Linien im Erzgebirge

Im Bahnverkehr des Erzgebirges steht ein Wechsel an: Im Juni 2024 übernimmt die City-Bahn Chemnitz die Strecken der Erzgebirgsbahn. Die DB-Tochter habe kein finales Angebot für den weiteren Betrieb der Verbindungen von Chemnitz nach Olbernhau und Cranzahl sowie von Zwickau nach Johanngeorgenstadt abgegeben, sagte der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Mittelsachsen, Mathias Korda, am Donnerstag. Die Züge werden den Angaben zufolge werktags von etwa 4000 Menschen genutzt.
Der Schriftzug mit Logo steht an der Zentrale der Deutschen Bahn in Berlin. © Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

Für das künftige Angebot muss die City-Bahn laut Geschäftsführer Friedbert Straube acht Züge neu beschaffen. Zudem soll den bisherigen Mitarbeitern der Erzgebirgsbahn ein Übernahmeangebot gemacht werden. Die Konditionen seien vergleichbar. Er gehe davon aus, dass viele von ihnen in der Region bleiben und dort arbeiten wollten. Es werde keine Abstriche bei der Angebotsqualität für Fahrgäste geben, versicherte Straube.

Allerdings erklärte auch eine Sprecherin der Deutschen Bahn in Leipzig, dass allen Beschäftigten «Aufgaben am bisherigen Standort und in anderen Bereichen» angeboten würden. Dazu verwies sie auf rund 3000 freie Stellen, die allein dieses Jahr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu besetzen seien. Ohnehin bleibe die Verantwortung für die Infrastruktur und deren Betrieb bei der DB. Dass sich die Deutsche Bahn nicht erneut an dem Vergabeverfahren beteiligt hat, wurde damit begründet, dass die Vergabemodalitäten kurzfristig geändert worden seien. Nähere Details nannte die Sprecherin nicht.

Der Wechsel auf den Strecken soll auch für Neuerungen genutzt werden. Laut Korda ist geplant, künftig in Tagesrandzeiten Züge zwischen Leipzig und Chemnitz weiter ins Erzgebirge nach Annaberg-Buchholz zu schicken. Dadurch ergebe sich für die Fahrgäste eine Direktverbindung in die Messestadt. Im Gespräch ist dafür die Nutzung moderner Batteriezüge.

Der neue Vertrag mit der City-Bahn gilt zunächst bis Ende 2030. Er umfasst rund 1,9 Millionen Fahrplankilometer jährlich. Das genaue Auftragsvolumen wurde nicht in Euro beziffert.

© dpa
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