Mehr als doppelt so viele Waldbrände wie im Vorjahr gemeldet

Zu wenig Regen und viel Hitze - das Wetter in diesem Jahr begünstigt Waldbrände. Im Vergleich zu 2021 hat sich die Anzahl deutlich erhöht. Und die Aussichten für die nächsten Tage sind nicht gut.
Ein Löschfahrzeug der Feuerwehr fährt zu einem Einsatz. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Die langen Trockenphasen haben in diesem Jahr die Waldbrandgefahr im Vergleich zum Vorjahr kräftig erhöht. Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat in dieser Saison bereits 80 Brände registriert, zweieinhalb Mal so viele wie im regenreicheren Jahr 2021. Auch im Vergleich zum langjährigen Mittelwert sei die Zahl der Waldbrände leicht überdurchschnittlich, teilte Sachsenforst-Sprecher Renke Coordes mit. Die Wetteraussichten für die nächsten Tage seien mit Blick auf die Waldbrandgefahr ungünstig. Regen ist nicht in Sicht.

Gänzlich neu ist die Situation allerdings nicht. Seit 2018 haben sich die Trockenjahre in Sachsen gehäuft. 2019 seien zum gleichen Zeitpunkt im Jahr mit 91 noch deutlich mehr Waldbrände gemeldet worden; 2018 und 2020 seien es jeweils etwas weniger gewesen. Damit wird ein langanhaltender Trend gestört. Denn eigentlich seien seit 1990 sowohl die Anzahl der Waldbrände als auch die Größe der betroffenen Flächen zurückgegangen, so Coordes. Die größten Brände habe es Anfang der 1990er-Jahre gegeben.

Aus Sicht der Forstexperten müssen sich die Feuerwehren in Sachsen vermehrt auf großflächige Waldbrände einstellen. Dafür sei eine entsprechende technische Ausstattung nötig - vor allem geländegängige Fahrzeuge, die viel Wasser an Bord haben können. Auch Hubschrauber, die Wasserbehälter transportieren können, sind demnach wichtig. Beim großen Waldbrand in der Gohrischheide Ende Juli waren Löschhubschrauber der Bundeswehr im Einsatz.

Auch die Waldbesitzer in Sachsen müssten sich auf die zunehmende Waldbrandgefahr einstellen, erklärte Coordes. Sie sollten selbst Geräte zur Brandbekämpfung anschaffen, Löschteiche pflegen und «Waldbrandriegel» mit weniger leicht brennbaren Baumarten anlegen. Etwas weniger als die Hälfte (45 Prozent) des Waldes in Sachsen gehört Privatbesitzern. Daneben zählen der Freistaat, Kommunen und auch Kirchen zu den Waldbesitzern.

© dpa
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