Naturschützer in Sachsen: Wespen dieses Jahr präsenter

Wespen machen viele Menschen nervös. In diesem Jahr werden die gestreiften Brummer an den Kaffeetischen stärker wahrgenommen. Die große Population derzeit hat aus Sicht von Experten in Sachsen mehrere Gründe.
In einer kleinen Schale mit Marmelade tummeln sich zahlreiche Wespen. © Jens Kalaene/dpa

Sie schwirren gerne über dem Frühstückstisch oder bedienen sich an süßen Getränken: In diesem Jahr sind Wespen nach Ansicht von sächsischen Experten stärker präsent. Durch ein eher warmes Frühjahr ohne längere Kälteperiode haben sich offenbar mehr Königinnen und Völker entwickelt, erklärte Sabrina Rötsch vom Naturschutzbund Leipzig (Nabu). Rötsch bietet eine Telefonberatung rund um Fragen zu Wespen, Hornissen und Bienen an.

Gleichzeitig sei bei den hohen Temperaturen und viel Trockenheit wenig Nahrung für die Bestäuber im Sommer übrig. «Das Wachstum vieler Pflanzen wird gehemmt, Wildpflanzen bilden weniger Blüten und Nektar aus. Blühwiesen vertrocknen und auch die übliche eiweißhaltige Nahrung, die zur Aufzucht der Brut benötigt wird, wie etwa kleinere Insektenarten, ist in hochsommerlichen Zeiten reduziert», sagte Felix Ekardt, der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland in Sachsen (BUND).

Dies führe dazu, dass sich die gestreiften Brummer zunehmend an menschlicher Nahrung bedienen und verstärkt wahrgenommen werden. In erster Linie handle es sich dabei um die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe, die für den schlechten Ruf des Insekts sorgten, betonte Rötsch. Viele andere Arten seien völlig ungefährlich und kämen nicht unbedingt an den Kaffeetisch.

Um sich vor den Tieren zu schützen, rieten die Experten, vor allem die Ruhe zu bewahren. «Anpusten ist das gänzlich Falsche, das versetzt die Tiere in Alarmbereitschaft», sagte Rötsch. Sinnvoll sei es, Speisen und Getränke draußen abzudecken. Wespen werden von Fleisch und Süßem angelockt. Und: «Wenn man entspannt ist, kann man die Wespe auch mal gewähren lassen - die haben es auch schwer», sagte die Nabu-Expertin.

© dpa
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