Hoffnung bei Waldbrand: Analyse angekündigt

Seit zweieinhalb Wochen brennt es in der Sächsischen Schweiz. Die Lage hat sich inzwischen etwas entspannt, es gibt weniger Glutnester, das betroffene Gebiet ist kleiner geworden - und in Dresden wird nach vorn geschaut.
Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr kommen landen mit dem Hubschrauber im Nationalpark Sächsische Schweiz. © Robert Michael/dpa/Archivbild

Die Lage beim Waldbrand im hinteren Teil der Sächsischen Schweiz an der Grenze zu Tschechien hat sich am Freitag weiter leicht entspannt. Aufklärungsflüge am Vorabend hätten im Grenzbereich weniger Glutnester entdeckt als noch am Vortag, sagte Thomas Kunz vom Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. «Durch die Bemühungen der Einsatzkräfte haben wir eine positive Entwicklung». Rund 750 Helfer seien im Einsatz, die von Löschflügen durch Hubschrauber unterstützt werden.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) kündigte in Dresden an, dass aus den Brandereignissen in der Sächsischen Schweiz und an anderen Stellen Lehren gezogen werden. «Es muss Konsequenzen geben, wir müssen aus diesen Dingen lernen», sagte er. Da gehe es auch um die Themen Bewirtschaftungswege, Wasserhaltung in den Wäldern, Totholz und Katastrophenschutz.

«Wir haben es hier mit enormen Kosten zu tun und einem unglaublichen Einsatz vieler Tausend Helfer aus Deutschland», sagte er. «Diese Brandkatastrophe muss aufgearbeitet werden, und ich würde mir wünschen, dass das in gleicher Weise passiert wie beim Hochwasser, ohne Schuldzuweisungen, ohne dass jemand Rechnungen aufmacht, in großer Ruhe: Was ist gewesen, was hätte man anders machen können, was müssen wir anders machen.» Erste Aufträge seien ausgelöst - und in der ersten Kabinettssitzung nach der Sommerpause werde darüber gesprochen.

Am Donnerstag konnte nach Angaben von Kunz das Brandgebiet, in dem ein Betretungsverbot gilt, um 55 Prozent verkleinert werden. Zudem wurde inzwischen die Kirnitzschtalstraße, die durch den Nationalpark Sächsische Schweiz führt, wieder für den Verkehr freigegeben. Der Schwerpunkt der Brandbekämpfung liege nach wie vor im hinteren Teil des Parks zwischen der Elbe, der Kirnitzsch und der Landesgrenze. Das Problem bei den Löscharbeiten seien nach wie vor Glutnester im Boden, die bis an die Oberfläche durchdringen könnten.

Das Feuer war vor gut zweieinhalb Wochen im Nationalpark Böhmische Schweiz ausgebrochen und hatte auf den Nationalpark Sächsische Schweiz übergegriffen. Auf sächsischem Gebiet war den Angaben zufolge eine Fläche von 150 Hektar betroffen. Auf Regen können die Brandbekämpfer nicht zählen - auch in den nächsten Tagen ist nach Angaben des Landratsamtes Pirna kaum Niederschlag zu erwarten.

© dpa
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