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Sachsen stellt Weichen für Batterieindustrie im Freistaat

Das Leichtmetall Lithium ist vor allem für die Batterieherstellung von Bedeutung. In Sachsen sollen nun eigene Fertigungsstätten entstehen - um sich unabhängiger vom Weltmarkt zu machen.
Lithiumabbau im Erzgebirge
Ein Stück mit Lithium durchsetztes Stück Erz hält der sächsische Wirtschaftsminister am "Rohstofftag" in einer Bergmannshabit vor dem Arno Lippmann Schacht in den Händen. © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Sachsen rüstet sich für die Produktion der nächsten Generation von Batterien. «Der Aufbau eigener Fertigungskapazitäten in Europa hat strategische Bedeutung», sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden. Dabei hatte sein Haus der Regierung die geplante Förderung von zwei Unternehmen vorgestellt - der Zinnwald Lithium GmbH und der US-amerikanischen Group14 Silane GmbH. Damit sollen Investitionen von zusammen mehr als 800 Millionen Euro einhergehen und mindestens 550 Arbeitsplätze entstehen. 

Nach den Worten von Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Kralinski geht nicht nur darum, die Abhängigkeit von chinesischen Batterierohstoffen zu reduzieren, sondern auch die Leistungsfähigkeit von Batterien zu erhöhen. «Sächsische Unternehmen werden so dazu beitragen, die Mobilität der Zukunft bezahlbarer, komfortabler und umweltfreundlicher zu machen.»

Die Förderung erfolgt auf Basis des sogenannten Temporary Crisis and Transition Framework (TCTF). Dahinter verbirgt sich ein zeitlich befristetes Förderinstrument der EU, um die Fertigung von klimaneutralen, strategisch wichtigen Technologien in Europa frühzeitig zu verankern und so einseitige Abhängigkeiten zu vermeiden. Der Bund soll 70 Prozent, Sachsen 30 Prozent der Förderung beisteuern. Für Sachsen sind rund 50 Millionen Euro Fördergeld veranschlagt. 

Die Group14 Silane GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Group14 Technologies Inc. und plant den Bau einer Fabrik, um Silizium-Batteriematerialien vor Ort herzustellen. Die Zinnwald Lithium GmbH möchte bis 2030 bei Altenberg im Osterzgebirge eines der größten Lithiumabbau-Vorhaben in Europa umsetzen. Dabei soll ein Untertagebergwerk entstehen. Ziel des Unternehmens sei es, pro Jahr Lithium für etwa 600 000 Autobatterien aufzubereiten.

© dpa
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