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Politiker sehen hausgemachte Probleme für Probleme bei VW

Nach dem angekündigten Stellenabbau bei Volkswagen in Zwickau haben Politiker verschiedener Parteien das Management des Unternehmens kritisiert. Die Verantwortlichen bei VW müssten ihre Arbeit kritisch beleuchten, mahnte der SPD-Bundestagsabgeordnete Carlos Kasper am Donnerstag. «Denn wir sehen auch: Bei anderen Elektroauto-Herstellern in Deutschland läuft es besser.» Gründe für die Absatzprobleme sieht der FDP-Abgeordnete Torsten Herbst in der Modellpolitik: «Anders als beispielsweise BMW setzt Volkswagen bei den Antrieben ausschließlich auf batterieelektrische Fahrzeuge und macht sich damit allein von der Nachfrage nach E-Autos abhängig.»
Volkswagen
Ein Mitarbeiter von Volkswagen streicht mit einem Tuch über ein Fahrzeug von VW. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Offensichtlich seien nicht alle neuen E-Autos von Volkswagen so attraktiv, dass sie in Deutschland und Europa stark nachgefragt werden, konstatierte Herbst. Die Absatzschwierigkeiten ließen sich nicht mit der reduzierten staatlichen Kaufprämie begründen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Körber hatte dagegen von einer «ideologischen Politik der Ampelkoalition» als Ursache für die Misere gesprochen und auf die gesunkene Förderung verwiesen. E-Autos seien auch wegen des teuren Strompreises für viele Menschen nicht mehr bezahlbar.

Zwickaus Oberbürgermeister Constance Arndt (Bürger für Zwickau) sieht in Volkswagen weiterhin einen «zuverlässigen Partner der Region». «Ich bin sicher, dass das Unternehmen eine verantwortungsvolle Personalpolitik verfolgt», erklärte sie auf Anfrage. Für die betroffenen Mitarbeiter sei der Schritt ein Schicksalsschlag. Sie hätten aber gute Chancen, in der Region eine Alternative zu finden. Regionale Unternehmen, für die der Fachkräftemangel zu einem ernsthaften Problem geworden ist, könnten nun profitieren.

«Elektrofahrzeuge bleiben absolut wichtig, um die Klimaziele im Verkehrssektor zu schaffen», betonte Sachsens Minister für Energie und Klimaschutz, Wolfram Günther (Grüne). Diese Richtung habe VW und die Automobilindustrie weltweit eingeschlagen. «Jetzt geht es darum, international für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.»

© dpa
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