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Neuer Direktor im Vogtlandmuseum plant Digital-Offensive

Das neue Jahr beginnt mit einem Führungswechsel im Vogtlandmuseum in Plauen. Der neue Direktor will die Masse an Objekten, die bisher noch in Depots schlummern, per Computer ins Licht rücken.
Vogtlandmuseum
Blick auf das Vogtlandmuseum. © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

3-D-Modelle von empfindlichen Exponaten oder virtuelle Protagonisten: Der neue Direktor des Vogtlandmuseums in Plauen, Sebastian Dressel, plant eine umfassende Digitalisierung. «Bei der Vielfalt unserer Bestände müssen wir viel moderner und inklusiver werden», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Das Museum hat vier Standorte. Den Umfang der Sammlung, die im späten 19. Jahrhundert durch Bürgerengagement entstand und von der Frühgeschichte bis zur Gegenwart reicht, schätzt der Direktor auf rund eine halbe Million Objekte. Einen Schwerpunkt bilden textile Erzeugnisse, darunter die «Plauener Spitze».

Vieles sei noch nicht angemessen inventarisiert, sagte Dressel. «Bestände etwa aus dem früheren Spitzenmuseum oder aus anderen Sammlungen müssen noch erfasst, fotografiert und beurteilt werden. Dann benötigen sie eine angemessene Verwahrung.» Am Freitag soll Dressel offiziell im neuen Amt begrüßt werden. Sein Vorgänger Martin Salesch will die Einrichtung als wissenschaftlicher Mitarbeiter weiter unterstützen.

Eineinhalb Jahre war Dressel im Haus bereits als Sammlungsleiter angestellt. Vorher war er im Grassi-Museum Leipzig für den Bereich Digitalisierung zuständig. «Interaktive, digitale Angebote werden vom Publikum erwartet», betonte der 39-Jährige. Vor seiner Museumslaufbahn sei er im IT-Bereich tätig gewesen.

Eine Idee sei, die umfangreichen Bestände über Internet-Plattformen für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Außerdem gebe es historische Zeugnisse, mit denen sich Menschen aus der Region identifizierten, etwa aus dem Bereich der Textilindustrie. «Sollten diese beschädigt und fast zerstört sein, könnten wir sie über 3D-Modelle wieder zum Leben erwecken», sagte Dressel.

Auch Künstler oder Handwerker der Vergangenheit könnten virtuell wieder auferstehen und mit Museumsbesuchern ins Gespräch kommen. «Museen sollten bei der Digitalisierung nicht übertreiben, aber bei uns ist eindeutig Luft nach oben», erklärte Dressel. Auch inklusive Angebote, etwa die Barrierefreiheit oder die Akustik, sollen sich verbessern.

Dressel übernimmt die Leitung des Stammhauses in der Plauener Innenstadt sowie der erst im November eröffneten «Fabrik der Fäden». Dies ist ein neuer Museumskomplex zur Textilindustrie der Stadt. Dort wurden laut Dressel bereits 6000 Besucher begrüßt. Zudem gehören das Hermann-Vogel-Haus im nahe gelegenen Burgstein und die Gedenkstätte Jüdischer Friedhof in Plauen zum Vogtlandmuseum, das rund 25 Mitarbeiter plus Aufsichtspersonal zählt.

© dpa
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