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Letztes Melt-Festival startet - Kostendruck zu hoch

Seit 1999 dient ein ehemaliges Tagebaugelände bei Dessau-Roßlau als Festival-Areal. Zwischen riesigen ehemaligen Baggern tanzten Tausende zu elektronischer Musik und Indierock. Diese Ära geht zu Ende.
Melt Festival
Viele Jahre tanzten Melt-Fans zwischen Tagebaubaggern. Nun findet das Festival ein letzten Mal statt. © Alexander Prautzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Seit 25 Jahren gibt es das Melt-Festival auf dem Ferropolis-Gelände bei Gräfenhainichen - am Donnerstag beginnt nun die letzte Ausgabe. «In den letzten Jahren sind die Kosten für uns als Veranstalter immens gestiegen», sagte Festivaldirektor Florian Czok der Deutschen Presse-Agentur. Im Vergleich zu anderen Festivals dieser Art seien auch die Einnahmen durch Sponsoring niedrig. «Dadurch war es schon länger eine Herausforderung, schwarze Zahlen zu schreiben», so Czok. Ende Mai hatten die Festivalmacher mitgeteilt, dass es das Melt in diesem Sommer das letzte Mal geben werde

Das Festival gibt es seit 1997. Seit 1999 diente das ehemalige Braunkohle-Tagebau-Areal nahe Dessau-Roßlau mit seinen ausgedienten Baggern als Kulisse. In Erinnerung an die letzten Jahrzehnte soll in diesem Jahr unter anderem der Sleepless Floor noch einmal Teil der Veranstaltung sein. Das letzte Melt dauert bis zum Samstag. Auf den Bühnen werden etwa DJ Koze, Cobrah, Ellen Allien, Paula Hartmann, die Sugababes, Supergloss und Laura Vargas erwartet.

In der Vergangenheit war das Konzept des Festivals unter der Leitung von Czok verändert worden. «Weg vom Headline-Denken mehr in die Breite, weil wir gemerkt haben, dass wir mit dem vorherigen Konzept nicht mehr so richtig wettbewerbsfähig waren mit anderen Festivals in Europa», beschrieb der Festivalleiter, der ein emotionales Wochenende erwartet.

Auch sei immer wieder so an der Kostenstruktur gearbeitet worden, dass «weniger nicht mehr wirklich geht», sagte Czok. Es sei deshalb auch nicht möglich, in Zukunft eine kleinere, weniger kostenintensive Version des Melt auszurichten. 

Ähnliche Entwicklungen gebe es auch in anderen Ländern. Die jüngere Generation kaufe weniger Tickets, wolle aber mehr Komfort. «Stadt-Festivals haben es mittlerweile leichter, weil die Leute dort im Zweifel nach Hause oder ins Hotel gehen können und nicht campen müssen.» 

Dennoch brauche es gerade in Deutschland Festivals wie das Melt, betonte Czok. «Sonst wird der Markt zu monoton.» Gemeinsam mit seinem Team arbeite er deshalb schon an neuen Konzepten. «Wie das dann wirklich mal aussieht, wissen wir noch nicht. Stehenbleiben wollen wir aber nicht.» 

© dpa
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